Das Tsunami-Warnsystem von Tony Song könnte Leben retten

Im Jahr 2004 forderte der Tsunami im Indischen Ozean das Leben von Zehntausenden von Menschen, die keine Zeit hatten, in höher gelegene Gebiete zu evakuieren.


Tony Song und seine Kollegen vom Jet Propulsion Lab in Pasadena, Kalifornien, entwickeln ein neues Warnsystem, das Küstenbewohner schnell warnen soll, wenn ein Tsunami kommen könnte. Es verwendet GPS-Technologie, um die horizontale Bewegung des Meeresbodens zu erkennen.

Diese Wissenschaftler sagen, dass sie diese Technologie verwenden können, um einen Tsunami vorherzusagen, bevor ein Tsunami überhaupt beginnt. Dies sei eine neue Sichtweise, wie ein Erdbeben einen Tsunami verursacht, sagt Tony Song.


Bisher haben Wissenschaftler versucht, Tsunamis vorherzusagen, indem sie die Stärke eines Erdbebens messen. Je stärker das Erdbeben den Meeresboden nach oben drückt, desto größer ist das potenzielle Tsunami – dachten Forscher.

Song und sein Team haben herausgefunden, dass es nicht auf die vertikale Bewegung des Meeresbodens ankommt. Stattdessen hängt die Größe und Stärke eines Tsunamis von der Energiemenge ab, die ein Erdbeben auf den Ozean überträgt, wenn es dazu führt, dass sich der Meeresboden von einer Seite zur anderen bewegt.

Die GPS-Technologie kann diese seitliche Bewegung des Meeresbodens erkennen und fast sofort die Art des Tsunamis berechnen, die sie erzeugen wird.

Tony-Lied:Wir verwenden diese Technologie, um die durch das Erdbeben verursachten Bodenbewegungen zu erkennen. Diese Technologie basiert jedoch auf einer neuen Theorie namens „horizontaler Impulstransfer auf den Ozean“, die einen Tsunami erzeugt.




In Küstenregionen gibt es bereits viele GPS-Stationen – genug, um das neue Tsunami-Warnsystem zu testen. Wenn in Zielgebieten, in denen Erdbeben wahrscheinlich sind, weitere Stationen hinzugefügt werden, könnte das System die Menschen lange vor einem tödlichen Tsunami warnen und helfen, viele Leben zu retten.

Unser Dank gilt heute der NASA: erforschen, entdecken, verstehen.

Unser Dank gilt:
Tony Song
Ozeanograph
Labor für Strahlantrieb
NASA