Wissenschaftler lösen ein Methan-Rätsel


Das obige Video – veröffentlicht im Januar 2018 – basiert auf Daten von NASA-Satelliten und zeigt globale Muster und Zyklen vonBiomasseVerbrennung. Laut NASA erwiesen sich die Emissionen sowohl von Waldbränden als auch von vorgeschriebenen Verbrennungen als Schlüssel zur Lösung des Rätsels des starken Anstiegs von Methan in der Erdatmosphäre in den letzten Jahren.John Wordenvom Jet Propulsion Laboratory der NASA leitete die neue Analyse von satelliten- und bodengestützten Daten mit dem Ziel, die Methanquellen genauer zu lokalisieren.

Das Studium istveröffentlichtim peer-reviewed JournalNaturkommunikation.


Methan ist einTreibhausgas. Es absorbiert die Sonnenwärme und hilft, die Erdatmosphäre zu erwärmen. Die Menge an Methan in der Luft der Erde beträgtstark erhöhtseit 2006, und Wissenschaftler wollen verstehen, warum.NASA erklärtdass verschiedene Wissenschaftlerteams unterschiedliche Erklärungen für den rätselhaften Anstieg von Methan hatten:

Einige Teams habenveröffentlichte Beweisezeigt, dass Emissionen vonbiogen[lebende] Quellen treibt den Anstieg. Feuchtgebiete, Wiederkäuer und Reisfelder – alle Heimat von Methan produzierenden Mikroben – sind einige der wichtigstenQuellen von biogenem Methan.

Andere Teams haben argumentiert, dass ein gleichzeitiger Anstieg der atmosphärischenEthan, ein Schlüsselbestandteil von Erdgas, impliziert, dassFossile Brennstoffe sind der Übeltäter. Die Gewinnung und der Transport fossiler Brennstoffe führen über Lecks in Brunnen, Rohren und anderer Infrastruktur sowohl Ethan als auch Methan in die Atmosphäre.

Wordens neue Analyse legt nahe, dassbeidefossile Brennstoffe und biogene Quellen (Feuchtgebiete und Landwirtschaft) sind die Haupttreiber des Anstiegs.




Größer anzeigen. | Methanquellen in der Luft der Erde, überGlobalCarbonProject.org.

Der Schlüssel zu diesem neuen Verständnis von Worden und seinem Team war eine neue Berechnung der Rolle der Emissionen aus der globalen Biomasseverbrennung.NASA erklärt:

Wordens Team berechnete, dass fossile Brennstoffe seit 2006 jedes Jahr etwa 12 bis 19 Teragramm Methan in die Atmosphäre beigetragen haben. Sie fanden heraus, dass biogene Quellen 12 bis 16 Teragramm pro Jahr beisteuerten. Gleichzeitig sanken die Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse – Flächenbrände und vorgeschriebene Verbrennung – um 4 bis 5 Teragramm pro Jahr.

Der Schlüssel zur Ermittlung dieser Zahlen war die Berechnung einer neuen Schätzung der Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse.


In der Vergangenheit verließen sich die Forscher auf „Bottom-up“-Schätzungen der Methanemissionen basierend auf den Ergebnissen der Global Fire Emissions Database (GFED), zuModelldie Emissionen auf der Grundlage von Satellitenbeobachtungen der verbrannten Fläche, des Vegetationstyps und anderer Faktoren schätzt.

Wordens Gruppe ergänzte die GFED-Schätzungen durch die Einbeziehung von Satellitenmessungen von Methan und Kohlenmonoxid tatsächlich in der Atmosphäre. Die „top-down“-Beobachtungen stammen aus den Messungen von Schadstoffen in der Troposphäre (MOPITT) Sensor auf dem Terra-Satelliten und dem Troposphärischen Emissionsspektrometer (IHRE) Sensor auf Aura.

Weil Methan ein starker Wärmespeicher istTreibhausgas, wollen Wissenschaftler genau verstehen, warum sie seit 2006 in der Erdatmosphäre zunimmt. Image viaNASA.

Das Video am Anfang dieses Artikels – basierend auf Daten von GFED – zeigt Landbrände, die zwischen 2000 und 2015 auf der ganzen Welt brannten. Die Daten zeigen, dass das Gebiet jedes Jahr brenntverringertzwischen den frühen 2000er Jahren und dem jüngeren Zeitraum von 2007 bis 2014 um etwa 12 Prozent.


Die logische Annahme wäre gewesen, dass die Methanemissionen von Bränden um ungefähr den gleichen Prozentsatz sinken würden, wie sich die verbrannte Fläche ändert. Aber, sagte die NASA, das ist nicht passiert. Stattdessen:

… die Beobachtungen von TES und MOPITT machten deutlich, dass der Rückgang der Methanemissionen fast doppelt so hoch war, wie diese Annahme vermuten lässt.

Ausgestattet mit diesem neuen Verständnis konnte Wordens Team mit Zuversicht sowohl auf fossile Brennstoffe als auch auf biogene Quellen (Feuchtgebiete und Landwirtschaft) als Haupttreiber des Methananstiegs seit 2006 hinweisen. Worden kommentierte:

Eine lustige Sache an dieser Studie war, all diese verschiedenen Beweise zu kombinieren, um dieses Puzzle zusammenzusetzen.

John Worden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Fazit: Methan ist ein starkes Treibhausgas. Eine neue Studie lässt Wissenschaftler die Ursachen des Anstiegs von Methan in der Luft der Erde seit 2006 genauer verstehen.

Quelle: Reduzierte Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse vereinen widersprüchliche Schätzungen des atmosphärischen Methanhaushalts nach 2006

Über das NASA Earth Observatory