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Georg Tidl

1948 als Sohn von Marie und Johann Tidl in Wien geboren, arbeitete nach dem Studium als Historiker, Journalist und Autor unterschiedlichster literarischer Werke. Seine frühen Recherchen zur Dr. Kurt Waldheims Kriegsbiographie schon im April 1984 und damit lange vor der Wahl, gelten als Initialzündung einer innenpolitischen Entwicklung Österreichs, die versucht hat, das nationalsozialistische Erbe aufzuarbeiten und endgültig zu beseitigen.

Beiträge

Georg Tidl

Frieden Freiheit Frauenrechte!

Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin Marie Tidl 1916–1995
WWW-Ausgabe
September
2018

Widerstandskampf in Österreich Studieren im Gefängnis Seiner Sache treu bleiben Nachkriegsgeschichte Geschichte und Subjekt Meine Gedichte sollen sein der Stein, der durch die Scheibe fällt, die meine Welt von eurer trennt. Marie Tidl Lernen und Studieren war in den Gefängnissen und (...)

Georg Tidl
Im schalltoten Raum der SPÖ

Fünf Kanten für das neue Parteiprogramm

3 Briefe, 1 Telefongespräch und das Resumee
WWW-Ausgabe
Juli
2018

In beispielloser Simulation einer demokratischen Diskussion auf allen Ebenen ihrer Gliederungen hat sich die größte Oppositionspartei Österreichs ein neues Programm gegeben: mit Einladungen mittels Mails und automatisierten Anrufen. „So wird das nix werden mit der Lufthoheit über den Stammtischen“, (...)

Georg Tidl

Antike Emblematik

No. 415/416
Juli
1988

Georg Tidl

Jodl in Brunzlbrunn

No. 409/410
Januar
1988

Georg Tidl

Rosa und Der Tod des Schrotthändlers

Zwei weitere Brunzelbrunner Geschichten
No. 401-405
Juli
1987

Georg Tidl

Brunzlbrunn

Zwei Geschichten
No. 395/396
Januar
1987

Georg Tidl

Das Feuer

No. 387/394
September
1986

Seit er die Aufklärung von Waldheims Kriegsvergangenheit initiierte, macht Georg Tidl mit seinem Zyklus von gut zwei Dutzend Brunzlbrunner Geschichten seltsame Erfahrung: Verlage ziehen sich zurück von mündlichen Abreden‚ ganz wie manche seiner Bekannten von ihm. Wir nicht. G. (...)

Georg Tidl bei Wikipedia

Georg Tidl (geboren am 19. Juli 1948 in Wien) ist ein österreichischer Journalist, Historiker, Gewerkschafter, sozialdemokratischer Lokalpolitiker, Volksbildner, Autor historischer Sachbücher und Literat. Er ist der Sohn der Mittelschulprofessorin und Autorin Marie Tidl und des Agraringenieurs Johann Tidl, zweier Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Tidl hat zwei Kinder, ihre Mutter ist die niedergelassene Gynäkologin und mehrfache Staatsmeisterin in Tischtennis Gabriela Smekal.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Mittelschule und mehreren Studien konzentrierte er sich auf die wissenschaftliche Ausbildung zum Historiker, Fachgebiet Zeitgeschichte. Er promovierte am 31. Jänner 1974 bei Ludwig Jedlicka am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien mit dem Thema: Die sozialistischen Mittelschüler Österreichs 1918–1938. Nach einigen wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen des Instituts für Zeitgeschichte wechselte Georg Tidl in die Fernseh-Hauptabteilung Wissenschaft im Österreichischen Rundfunk, wo er in den frühen 1980er Jahren in die Innenpolitik wechselte.

Nach der Kandidatur von Kurt Waldheim für das Amt des Bundespräsidenten recherchierte Georg Tidl auftragsgemäß ab Frühjahr 1985 dessen Biographie. Bei Waldheims Kriegsjahren stieß er auf Ungereimtheiten in dessen eigenen biografischen Angaben. So konnte Tidl gleich zu Beginn des Präsidentschafts-Wahlkampfes nachweisen, dass Waldheim 1941 in den ukrainischen Pripjetsümpfen zumindest einmal unter SS-Kommando gekämpft hatte. SS und Wehrmacht erkämpften damals ein kleines Dorf, das aber von strategischer Bedeutung war.[1] Als Folge dieser Recherche wurde Georg Tidl aus der Innenpolitik ins Archiv versetzt und durfte von da an für keine politische Redaktion mehr arbeiten.

Bis zu seiner Pensionierung bekleidete er mehrere Funktionen in verschiedenen ORF Redaktionen. Die letzten zehn Jahre war er Chefredakteur von Heimspiel, der Programmzeitung des ORF Radiokulturhauses im Wiener Funkhauses und Leiter des Radiomuseums des ORF mit seiner stationären Ausstellung im Funkhaus, einem gutsortierten Depot und Wanderausstellungen vor allem in Wien und in den östlichen Bundesländern.

Daneben veröffentlichte und produzierte Tidl zahlreiche Arbeiten zu historischen Themen, Fernsehdokumentationen und Features im Bereich Zeitgeschichte, historische, politische und literarische Beiträge auch in Zeitschriften wie dem FORVM, gestaltete Ausstellungen, betreute den Nachlass von Alfons Petzold sowie die Eingliederung des Arbeiterdichter-Nachlasses in die Bestände in die Österreichische Nationalbibliothek und trat mit Veröffentlichungen zur lokalen Geschichte des Wiener Bezirkes Meidling hervor, aber auch mit Ausflügen ins Theater und ins Kabarett:

  • Arthur Schnitzler und sein Reigen (Dramaturgie, 1987, Wiener Volksoper)
  • Mozart Mechanic Musical (Text und Dramaturgie, 1988, Theater beim Auersperg, Wien)
  • Zwischenzeit (Text, Dramaturgie, Regie, 1990, Spektakel, Wien)

Ab seinem Eintritt in den ORF engagierte sich Georg Tidl auch im Rahmen des ÖGB, dem er in mehreren Funktionen diente; zuletzt als Bundesvorsitzender des Fachgruppe MultiMedia und Informationsdienstleistungen in der Kommunikationsgewerkschaft GPF. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben wurde er von dieser Fachgruppe zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Mehrmals kandidierte Georg Tidl im ORF erfolgreich als Betriebsrat mit einer eigenen Namensliste. Sein Engagement im ÖGB veranlasste Funktionäre der Wiener SPÖ Georg Tidl an wählbarer Stelle auf die Kandidatenliste seines Wohnbezirkes Meidling zu stellen. Von März 2001 bis 2010 war Georg Tidl als Bezirksrat in der Kulturkommission in Meidling tätig. Tidl lebt und arbeitet in Wien und seit 2012 auch wieder in Spittal an der Drau.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berufstitel Professor, verliehen durch den Österreichischen Bundespräsidenten am 4. März 2009.
  • Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien am 17. Jänner 2012.
  • Ehrenvorsitzender der Bundesfachgruppe Multimedia und Informationsdienstleistungen der Kommunikationsgewerkschaft GPF im ÖGB. Ernennung im März 2013 in Anerkennung des langjährigen gewerkschaftlichen Einsatzes.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Tidl, Waldheim (siehe Werke), S. 9 ff. und besonders S. 24 ff.

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