Günther Anders Archiv

Günther Anders-Bibliographie

Neueste Beiträge von Günther Anders im FORVM

  • Unsinn des Sinnbegriffes
    (WWW-Ausgabe, Mai 2019)

    Zuerst erschienen in: „Akzente“, Zeitschrift für Literatur herausgegeben von Michael Krüger in München Heft 5/Oktober 1982, 3. Umschlagseite „Ich halte das nicht mehr aus!“ jammerte ein Einzelrädchen, das, völlig frei und in seinen Handlungen und (...)

  • Löwith-Besprechung (1942)
    (WWW-Ausgabe, Dezember 2018)

    Diese Löwith-Besprechung ist zusammen mit der zugehörigen Korrespondenz, insbesondere zwischen Anders und Löwith (soweit erhalten), in „sans phrase“ erschienen. Dort wird auch erklärt, was es mit den heftigen redaktionellen Strichen im Manuskript auf (...)

  • Über das Haben
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Erschienen 1928 unter dem Geburtsnamen Günther Stern, fußt dieses erste Buch des Verfassers auf seiner unveröffentlichten Dissertation Die Rolle der Situationskategorie bei den „logischen Sätzen“. Erster Teil einer Untersuchung über die Rolle der (...)

  • Obdachlose Skulptur
    (WWW-Ausgabe, Juni 2018)
  • Drei poetische Nachträge aus dem Nachlaß
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2015)

    1. Zu: Molussische Katakombe 2. Zu: Lieben gestern 3. Zu: Tagebücher und Gedichte

  • Kulturwert und Wahrheit widersprechen einander
    (WWW-Ausgabe, Juli 2014)

    Mit der nachstehenden Überlegung gibt uns G. A. einen Schlüssel zum Verständnis, worauf der sogenannte religiöse Fundamentalismus beruht: Dieser betrachtet Religionen nicht als Kulturwerte, sondern die eigene als Wahrheit, alle anderen als (...)

  • Die Totenpost
    (WWW-Ausgabe, 2000)

    Nach fünfzehnjährigen Irrfahrten standen im Jahr 1946 die mit Briefen und Bildern der letzten Geschlechter erfüllten Fässer in seinem New Yorker Zimmer. — Aus dem Nachlaß.

  • Die Wahrheit wird transportiert
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Molussische Apokryphe über das Blamieren Vor 1938, für den Druck überarbeitet 1973 Nicht aufgenommen in die Buch-Ausgabe: Die Molussische Katakombe, München 1992 (Ans Ende.) »Der Dritte«, so erzählte Olomonokoro, »der die Ewigkeit der Ideen leugnete (...)

  • Anthropologie der Arbeitslosen
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Die nachstehenden Überlegungen schrieb der Autor als zweiten Teil seines »Versuchs einer Selbstverständigung«; der erste, etwas längere und gleichfalls unfertige »Sieg des Methodenmangels. Zu Sieg des Nationalsozialismus« erschien im Heft Dezember (...)

  • Das Gespenst der Toleranz
    (No. 364/365, April 1984)

    Anlass dieses Beitrags war die — bis dato rechtsgültige! — Beschlagnahme des Films von Herbert Achternbusch „Das Gespenst“ am 18. November 1983 kurz vor der Erstaufführung in Österreich. Kurz vor Erscheinen dieses Heftes entzog der regierende Günther (...)

Neueste Beiträge zu Günther Anders im FORVM

  • Gerhard Oberschlick
    Nicht genügend kontrovers
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Warum aus Günther Anders’ Nachlass nichts im Tumult erscheint. Zuerst erschienen in: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik, Heft 6, Wien und Freiburg, Frühjahr 2015, Seite 233 – 241 Auf Grundlage einer kursorischen, doch sorgfältigen Einschau (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    »Das Prinzip Auschwitz«
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Fünfzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges nimmt die Beschäftigung mit diesem und seiner Vorgeschichte immer seltsamere Formen an. Angesichts der auf die Erinnerungstage hin terminierten Appelle, nicht zu vergessen, angesichts des damit (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Lob der Unangenehmheit
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt (...)

  • Wendelin Schmidt-Dengler
    Günther Anders’ »Mariechen«
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    1. Sich mit Günther Anders auseinanderzusetzen, ist so gefahrlos nicht, und das in einem ganz körperlichen Sinne, denn er sagt von sich: »Wenn Kunst-, Musik- oder Literaturwissenschaftler philosophische Floskeln in den Mund nehmen, ziehe ich den (...)

  • Josef Dvorak • Michael Hopp • Günther Nenning • Gerhard Oberschlick
    Kleines Einigungsspiel
    (No. 361/363, März 1984)

    Aber Günther Nennings Umkrempelung der Torberg’schen Gründung vor etwa 20 Jahren fortführend , spielen wir vor Euch unser Einigungsspiel, mittels dessen das FORVM zuletzt inneren Gleichmut wieder bewahrte. Wir spielen darin unsere eigenen Rollen und (...)

  • Friedrich Geyrhofer • Elisabeth Kmölniger (Bilder) • Klaus Pitter (Bilder)
    Wir werden überflüssig
    (No. 321/322, September 1980)

    Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Zweiter Band: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, Verlag C. H. Beck, München 1980, 465 Seiten, DM 38, öS 292 Linke Ökologie vorausgedacht Was ist (...)

Neueste Beiträge der WWW-Ausgabe

  • Jürg Jegge
    Grosse Liebe, heruntergekommen
    (22. Juni 2019)

    An fing es in größter Minne – in des Wortes reinem Sinne. Da lebte im beschaulichen Zürich der 1850er Jahre das Ehepaar Mathilde und Otto Wesendonck. Er war ein steinreicher Seidenhändler aus Düsseldorf. Sie hatte ursprünglich Agnes geheißen, nahm (...)

  • Gotthilf Gerhard Hiller
    Junge Afrikaner nicht abschieben, sondern zurüsten
    (10. Juni 2019)

    Ich schreibe diesen Text nach einem „Ritt über den Bodensee“. Vor gut einem Jahr lernte ich einen knapp 19-jährigen Flüchtling aus einem westafrikanischen Subsaharastaat als exzellenten Langstreckenläufer kennen. Seither habe ich ihn im Blick, wir (...)

  • Gotthilf Gerhard Hiller
    „If they deport me, Iʼll kill me.“
    (10. Juni 2019)

    Vier Mails dokumentieren zwei Monate ehrenamtlicher Zusammenarbeit mit einem unbegleiteten Flüchtling aus Westafrika Am Samstag, dem 23. März 2019, schrieb ich einer guten Freundin: Was mich zurzeit sehr niederdrückt, ist die Tatsache, dass ich (...)

  • Alfred J. Noll
    Misstrauensantrag Kurz
    (27. Mai 2019)

    Das unredigierte Redemanuskript des Abgeordneten zum Nationalrat der Liste „Jetzt“. Das Video ist auf Youtube erschienen — es ist sehens- und hörenswert, aber eben auch wert, gelesen zu werden, weil Noll hier Maßstäbe setzt, die niemandem fremd sein (...)

  • Jürg Jegge
    Kleinstrolle vorwärts statt Liegenbleiben
    (3. Mai 2019)

    Leopold Vodicka ist ein quirliger Mensch, immer schon gewesen. Er liebt seinen Beruf, hat ihn schon immer geliebt, mit allen Facetten. Aber zeit seines Berufslebens war es ihm zu fad, in seinem Fotogeschäft am Floridsdorfer Spitz im 21. Wiener (...)

  • Gegenrede
    (23. April 2019)

    Die Fußnoten stammen von der Redaktion, der Name und Adresse des Verfassers bekannt sind. Nach ca. 50 Jahren habe ich begriffen: Dummheit ist wirklich lernbar! Denn als ich das Buch „Ist Dummheit lernbar?“, herausgegeben von Damian Miller und (...)

  • Kaveh Nassirin
    „Sein und Zeit“ und die exegetische Ergriffenheit
    (18. März 2019)

    Rezension des Sammelbandes „,Sein und Zeitʻ neu verhandelt. Untersuchungen zu Heideggers Hauptwerk“ von Marion Heinz und Tobias Bender (Hg.) Hamburg (Felix Meiner) 2019. 467 Seiten, € 26,90 (D) / 27,90 (A) Ein PDF dieser Rezension mit den Anmerkungen als Fußnoten auf jeweils der selben Seite lässt sich ganz unten im P.S. öffnen und herunterladen. -Red.

  • Thomas Meyer
    Ein ungedruckter Verriss
    (19. Februar 2019)

    Diese Besprechung unseres Anders-Löwith-Blocks* erschien in: „Süddeutsche Zeitung“ vom Dienstag, dem 19. Februar 2019, Nr. 42, S. 14 * „...in der denkbar unangemessensten Attitüde“. Günther Anders und Karl Löwith — eine Rezensions-Affäre. In: „sans (...)

  • Jürg Jegge
    Kleiner Kranz für grossen Mimen
    (20. November 2018)

    Kein Zweifel, der kürzlich verstorbene Ignaz Kirchner war einer der ganz Grossen. Unvergesslich, wie sein häufigster Bühnenpartner Gert Voss und er, gleichgültig ob in einem Stück von Shakespeare, Bernhard oder Tabori, das Herr/Knecht-Thema immer (...)

  • Kaveh Nassirin
    Schiffbruch eines Semiotikers
    (13. November 2018)

    Überblick der Vorgeschichte In einem Aufsatz in der Libération und in The Conversation teilte F. Rastier mit, (mit siebzehn Mitgliedern besetzte) „Ausschuss für Rechtsphilosophie“ habe die Nürnberger Gesetze vorbereitet und (in Besetzung von 12 (...)

  • Jürg Jegge
    Die Schule als Lernbarriere
    (4. November 2018)

    Ringvorlesung „Lernbarrieren“ an der Fachhochschule für Heilpädagogik Ansprache in Zürich, am 27. Juni 2012 Kurz vor dem Wald zwischen Embrach und Pfungen kreuzen sich die Hauptstrasse und die Bahnlinie. Vor Jahren war diese Kreuzung durch eine (...)

  • Thomas Sheehan
    Commentary on Kaveh Nassirin´s Essay
    (23 October 2018)

    Regarding: Kaveh Nassirin’s “Heideggers Sprachbilder der Bodenlosigkeit und Entwurzelung und ihre Antonyme 1922-1938/39. Zur Stilistik, Deutung und Übersetzung,” published in: (1) academia.edu (2) FORVM: Internationale Zeitschrift für kulturelle (...)

aus 42 Jahren FORVM

  • Gerhard Oberschlick
    P.S: „Auch“, nicht „statt“
    (No. 452-454, Juli 1991)

    Diese Richterin ist fast unschuldig. Noch 1983 hatte sie ganz genau gewußt, daß sowas nicht strafbar sein kann, und hatte selbst die Einstellung des Verfahrens gegen mich vorgeschlagen, in der Ratskammer beim Landesgericht, die hat das Verfahren (...)

  • Im Namen der Republik
    (No. 452-454, Juli 1991)

    Am 23. Mai, kurz vor halbelf, wurde G.O. verurteilt, wegen angeblicher „Beschimpfung“ des „freiheitlichen“ Parteiführers und Landeshauptmanns von Kärnten. Das Verfahren geht, schon wegen seiner hübschen Analogie zur Causa Grabher-Meyer, an die (...)

  • Einladung zur Beweisaufnahme
    (No. 452-454, Juli 1991)

    Zeit: Donnerstag, der 23. Mai 1991, 9.50 Uhr Ort: Wien 8, Florianigasse 8, 2. Stock, Verhandlungssaal 7 Die Personen und ihre Darsteller: Privatankläger: Dr. Jörg Haider, Landeshauptmann von Kärnten Dessen Vertreter: Dr. Dieter Böhmdorfer, Dr. (...)

  • Gerhard Oberschlick • Hannes Tretter
    Im Namen der Menschenrechte
    (No. 452-454, Juli 1991)

    Am 23. Mai, um halbneun, wurde Österreich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt, wegen Verletzung des fairen Verfahrens (Artikel 6, einstimmig) und der Meinungsfreiheit (Artikel 10, 16 zu 3 Stimmen, unter den Gegenstimmen der (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Kärnten frei!
    (No. 452-454, Juli 1991)

    Der Lindwurm am Neuen Platz in Klagenfurt sah am 19. Juni die größte Nazi-Kundgebung in der Zweiten Republik: Gerade 10.000 aus dem ganzen Bundesgebiet, davon vielleicht ein Drittel aus Kärnten — das sind, von rund 530.000 Kärntnern, rund 0,7 %: (...)

  • Janko Messner
    Herr Doktor Jörg Haider
    (No. 445-447, März 1991)

    Herr Doktor Jörg Haider, Schaudererregend Ihre Aussagen rund um das Kärntner Volksabstimmungs-Jubiläum, besonders Ihre Rede auf dem Mons Carantanus, dem Ulrichsberg, am 7. Oktober! Offenbar weil die international angesehene Historikerin Erika (...)

  • Gerhard Oberschlick
    P.S: „Trottel“ statt „Nazi“
    (No. 445-447, März 1991)

    Ich werde Jörg Haider erstens keinen Nazi nennen, sondern zweitens einen Trottel. Dies rechtfertige ich wie folgt: Erstens: Einleuchtend hat Peter Michael Lingens, als er seine „Wochenpresse“ vor der jüngsten Nationalratswahl weise vorausschauend (...)

  • Jörg Haider
    Respekt, Anerkennung und auch Ansporn
    (No. 445-447, März 1991)

    Festrede zur „Friedensfeier“, Ulrichsberg, am 7. Oktober 1990 — ungekürzte Tonbandabschrift‚ mit redaktionellen Hervorhebungen. MAYER: Wir dürfen nun unseren Landeshauptmann, Herrn Dr. Jörg Haider, um die Festrede bitten. HAIDER: Sehr geehrte (...)

  • Klaus Amann
    Entsorgung der Geschichte
    (No. 445-447, März 1991)

    Wenn es in Kärnten um „Abwehrkampf“ geht, beginnen sogar die Steine zu reden. Alljährlich, um den 10. Oktober, „ruft“ der Ulrichsberg, eine mäßig felsige Erhebung im Nordosten Klagenfurts, kultischer Ort seit keltischer Zeit und deshalb als (...)

  • Alfred J. Noll
    Gleichheitsrecht und Höchstgericht
    (No. 481-484, April 1994)

    4. Teil: Auf der Suche nach dem Inhalt des allgemeinen Gleichheitssatzes (1955 -1978) I. Personalkontinuität Die bisher ausgewiesene Kontinuität in der Rechtsprechung des VfGH hat vornehmlich zwei Ursachen: Einerseits wurde verfassungsrechtlich (...)

  • Bert Noglik
    Wer hebt denn nun den Handschuh auf?
    (No. 481-484, April 1994)

    Schön. Nachdem fast schon zu befürchten stand, Jazz (mit ihm verbundene, auf ihn bezogene oder gegen ihn produzierte Musik) würde reflexionslos versanden oder versandet werden, hat Franz Koglmann mit einem prononciert-provokativen Statement einen (...)

  • Stephan Eibel
    luxusgedicht nummer 1938
    (No. 481-484, April 1994)

    dir ist heute alles gelungen toll keine einzige nachrichtensendung hast du versäumt bravo du bist schuldenfrei toll die besten inneren laborwerte das gesündeste herz die kürzesten fingernägel bravo du hast den neuen pullover von armani toll am (...)

  • Franz Untersmayr
    Raumordnung — Die Kolonialordnung des Faschismus
    (No. 481-484, April 1994)

    Die Kolonisierung des Raumes Im zweiten Teil der vergleichenden Analyse des Planungskonzeptes Wien mußten wir feststellen, daß der ausgebildete Architekt Roland Rainer zwar vorgibt »Stadtplanung« (Planko S. 8) zu betreiben, tatsächlich aber das (...)

  • Dieter Borchmeyer
    (No. 481-484, April 1994)

    Für mich ist es an der Zeit, den Ruf von rechten Schriftstellerinnen wiederherzustellen, nachdem die linken lange rehabilitiert sind. In einer Vorlesung am 14. 12. 1993, die von dortiger Antifa-Gruppe gestört wurde. Der Völkische Beobachten, der (...)

  • Ludwig Laher
    Fröhliche Negerlein auf den Fluren ...
    (No. 481-484, April 1994)

    Und während auf der einen Seite mit viel Publicity jüdische Museen eröffnet und in den Dreißigern vertriebene Landsleute auf ein paar Tage eingeladen und verwöhnt werden, das mahnende »Nie mehr wieder!« auf allen Lippen, schicken wir gleich nebenan die (...)

  • Eckart Früh
    Kokoschka verzeiht Ihnen, denn Sie wissen nicht, was Sie tun!
    (No. 481-484, April 1994)

    Die Ablehnung, die Oskar Kokoschka am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn in der Wiener Öffentlichkeit widerfuhr, war, von guten Freunden wie Adolf Loos und Karl Kraus abgesehen, einhellig und schroff. Sie galt dem Maler, dem unverblümt »völlige (...)

  • Gert Kerschbaumer
    Arischer Nichtschwimmer rettet jüdisches Kind vor dem Ertrinken
    (No. 481-484, April 1994)

    Der Antisemitismus aller Spielarten ist hierzulande so ein skurriles Nichtphänomen, das zwar da ist, aber nicht so genannt werden und nicht offen in Erscheinung treten will, und wenn schon, dann in einem humanistisch gewendeten Mäntelchen, das die (...)

  • Xaver F. Schwanthaler
    Kultur im Müll
    (No. 481-484, April 1994)

    Der Ort, die Zeit und die Handlung sind noch unbekannt. Ich denke an den Mozartplatz mit seiner umschwärmten Feldherrnstatue samt Taubendreck auf Haupt, Schultern und Hintern. Zeitlos scheint die Zeit am malträtierten Genius loci (...)

  • Gert Kerschbaumer
    Der Mann im Müll
    (No. 481-484, April 1994)

    Während das ideologische Koordinatensystem unserer ausgedienten Welt des Kalten Krieges zerbröselt und der Feind im Osten, in Stammesfehden zerfleischend, abhanden kommt, werden Ersatzkriegsschauplätze mit patzweichen Moralschleudern und knackigen (...)

  • Karl Müller
    Die Bekenntnis-Nazisse
    (No. 481-484, April 1994)

    Was ist das Wort, wenn wir es nicht bekennen dürfen? Gertrud Fussenegger‚ Motto in: Die Leute auf Falbeson, 1940 1. Dieter Borchmeyer, in Heidelberg lehrender Germanistikprofessor, der als auswärtiger Literaturexperte für die Beratung der (...)

  • Karl Müller
    Rassismus bei Fussenegger
    (No. 481-484, April 1994)

    An die SchülerInnen-Jury zum Weilheimer Literaturpreis 1993 z.Hd. Herrn Artur Meinzolt, Ammerstraße 10, D-82362 Weilheim Salzburg, am 24.11.1993 Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Studiendirektor Friedrich Denk erinnerte mich in einem Brief (...)

  • Rassismus, Kunst- und Meinungsfreiheit
    (No. 481-484, April 1994)

    Auch Friedrich Achleitner, Professor für Architektur an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien, war von der SchülerInnen-Jury angeschrieben worden, hier seine Antwort: Liebe Schüler-Jury, ehrlich gestanden, ich wollte auf Ihren selbstgerechten (...)

  • Thomas Rothschild
    Wolfgang Kraus
    (No. 481-484, April 1994)

    Unter den Figuren des österreichischen Kulturbetriebs, deren Erwähnung im Ausland, so man sie kennt, nur schallendes Gelächter hervorruft, die lächerlichste ist Dr. Wolfgang Kraus. Die Hand vor den Mund hielten sich beim Lachen allenfalls jene, die (...)

  • Franz Zeder
    Fusseneggers »Sinnesverkehrungen«
    (No. 481-484, April 1994)

    »... wenn Sie schon Thomas Mann als Zeugen in Ihrer Fussenegger-Kritik vorführen ...« (FORVM Dezember 1993, S. 54). — Ja, ich finde auch, daß dieser Konflikt zwischen Thomas Mann und Gertrud Fussenegger einen gewissen Aussagewert besitzt, und zwar (...)

  • Ilse Aichinger • Christian Michelides • Gerhard Oberschlick
    Der Fall Fussenegger und die Wiedergutmachung
    (No. 481-484, April 1994)

    Etwas erstaunt finde ich mich in der letzten Nummer redaktionell eigenartig hervorgehoben. Zur Behandlung des »Falles Fussenegger« in Ihrem Blatt möchte ich aber doch anmerken: Die Berichte und Zitate, die ich in der Monatsschrift FORVM lese, (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Heintel im Kontext
    (No. 481-484, April 1994)

    Kurt Rudolf Fischer Ein Wiener aus der Albertgasse im 8. Bezirk flüchtet 1938 rechtzeitig nach Schanghai; dort wird er Boxmeister, in den USA später Chairman of the Departement of Philosophy am Pennsylvanian State College. Von Sehnsucht getrieben (...)

  • George Leaman
    Die Universitätsphilosophen der »Ostmark«
    (No. 481-484, April 1994)

    In »Heidegger im Kontext«‚ Argument-Sonderband 205, veröffentlichte G.L. Kurzbiographien der Philosophen im Deutschen Reich in den Grenzen von 1937; hier ergänzt er diejenigen auf dem Gebiet des heutigen Österreich, die Bearbeitung der übrigen (...)

  • Hermann Langbein
    Die letzte Epoche der nationalsozialistischen Konzentrationslager
    (No. 481-484, April 1994)

    H.L., Sekretär des Comité International des Camps, teilt hier erstmals auf deutsch Forschungsergebnisse mit, die man selbst in der »Encyclopädie des Holocaust« vergeblich sucht. -Red. Als erstes nationalsozialistisches Konzentrationslager wurde am (...)

  • Rosa Jochmann • Franz Richard Reiter
    Rosa Jochmann
    (No. 481-484, April 1994)

    Am 19. Juli 1901 in Wien geboren, als Demokratin, Sozialistin und Mensch weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Für ihre Gesinnung war sie insgesamt neun Jahre inhaftiert, davon sieben Jahre im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Von (...)

  • Leo Huber
    Carlos Salinas Glück und Ende
    (No. 481-484, April 1994)

    Am ersten Jänner 1994, als das zwischen den U.S.A., Kanada und Mexiko ausgehandelte Freihandelsabkommen in Kraft trat und den endgültigen Sieg des Modernisierungsprogrammes des mexikanischen Staatspräsidenten Carlos Salinas de Gortari (...)

  • Rudolf Burger
    Determinanten der europäischen Integration
    (No. 481-484, April 1994)

    I. Mythologisch ist die Geschichte Europas die Geschichte einer Entführung, semantisch ist sie die Geschichte einer Vergewaltigung: Kaum ein Begriff wurde mehr mißbraucht als der Begriff »Europa«. Er ist eine Sehnsuchtsvokabel für die einen, ein (...)

  • Werner Dutz
    Der österreichische Heimatbegriff und die EU-Debatte
    (No. 481-484, April 1994)

    W. D., Pathologe und ehemaliges SPÖ-Mitglied, schrieb dies als Kommentar zu Manfred Lang, »Die Heimat«, Zukunft 2/94 60 Jahre nach der vermeintlichen Zerstörung der Sozialdemokratie durch den Ständestaat stellt Manfred Lang, der geschäftsführende (...)

  • Michael Häupl
    Neue Chancen für Österreich innerhalb Europas
    (No. 481-484, April 1994)

    M. H. ist Landesparteivorsitzender der SPÖ Wien Die Wiener Sozialdemokraten bekennen sich zu einem klaren JA für einen EU-Beitritt. Wohlwissend, daß dies zwar nicht den Eintritt in das Paradies bedeutet, aber vor allem aus ökonomischen, (...)

  • Herbert Auinger
    Fremde Heere Ost
    (No. 481-484, April 1994)

    1. Anstand und Pflicht Die Vergrößerung der NATO vom Jänner 1994 ist von der Öffentlichkeit in sehr versponnenen Formen zur Kenntnis genommen worden. Da keine neuen Mitglieder aufgenommen wurden, sei die Ost-Erweiterung der NATO bestenfalls in die (...)

  • Elisabeth Kmölniger
    Kmölnigers Tierleben
    (No. 481-484, April 1994)
  • Christian Baumgartner
    Temelin und Dukovany
    (No. 481-484, April 1994)

    Nicht offizielle Erklärungen, Zeitungsberichte und Stellungnahmen sind es, die uns Vertrauen in Großprojekte einflößen können. Zu oft schon wurden wir Staatsbürger/innen in unserem Vertrauen in solche Deklarationen schwer enttäuscht. Bei (...)

  • Unbe-Hagen oder Wie Menti Mediensponsor wurde
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Also zuerst muß ich den Titel kritisieren. Nicht grundsätzlich, wo würd’ ich denn, Titel sind etwas Gutes, nicht nur das, sie sind das einzig Gute! Alles, was dann kommt, ist eigentlich überflüssig, um nicht zu sagen: unprofitabel. Titel, Schlagzeilen (...)

  • Thomas Rothschild
    Süffisanz statt Sprachkritik
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Wie man konjunkturbewußt der Macht des Bestehenden und der bestehenden Macht huldigt. Die neue Sprachregelung Von allen Seiten verkünden uns Autoren ungefragt ihren Ekel vor dem Typus, den sie die »guten Menschen« nennen. Konrad Liessmann kann die (...)

  • Amelie Lanier
    Türckische Märchen
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Ich habe in meinem Artikel den Rassismus, mit dem der Mißerfolg der freien Marktwirtschaft in Rußland und anderswo besprochen wird, angeprangert. Gerade das, was Rassismus ist, so meine These, ist jedoch weder der Leitung noch dem Umfeld des (...)

  • Amelie Lanier
    Gut informierte Kreise
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Die früheren Freunde der vom Kommunismus unterdrückten Völker sind ehrlich betroffen: Jetzt ist es weg, das Reich des Bösen, und anstatt daß die stillschweigend als Normalität unterstellten mitteleuropäischen Zustände dort einreißen, versinken die (...)

  • Wolfgang René Rosar
    Wir brauchen einen Guru
    (No. 485/486, Juni 1994)

    W.R.R., Enkel der Anni, Sohn eines SS-Mannes, der sich vom Dienst im KZ an die Front meldete, wo er alsbald fiel; war Aktivist des Volksbegehrens gegen das Bundesheer, Historiker (Die Deutsche Gemeinschaft, Europa Verlag Wien), Mitarbeiter des (...)

  • Peter Gutjahr
    Das Jesus-Kind und das falsche Matriarchat der Christenheit
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Der Wille zur Macht ist ein Naturinstinkt, er entspricht ganz dem ursächlichen Impuls alles Seins, das ein Beharren, ja ein Aufstand gegen das Vernichtende ist. Ein Kind wird geboren als reiner Wille, der nichts von sich weiß, sein Schreien ist (...)

  • Franz Untersmayr
    Das Ende der Gemütlichkeit
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Die ersten drei Teile dieser Untersuchung erschienen in den Heften November und Dezember 1993 sowie im April 1994; jede Folge ist für sich verständlich und setzt die Kenntnis der vorhergehenden nicht voraus. -Red. Eingedenk dessen, wem der (...)

  • Herbert Auinger
    Die Rassistenrepublik wird zum Staat des ganzen Volkes
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Dem europäischen politischen Verstand gilt die Auflösung der südafrikanischen Homelands im Zuge der Abschaffung der Apartheid ebenso als Erfolg wie die Einrichtung derartiger Gebilde in den von Israel besetzten Gebieten Gaza und Jericho — durchaus (...)

  • Alfred J. Noll
    Gleichheitsrecht und Höchstgericht
    (No. 485/486, Juni 1994)

    5. Teil: Refeudalisierung und Resubstantialisierung 1979 bis zur Gegenwart Wir sparen uns im Rahmen dieses Beitrages die detaillierte Nachzeichnung der weiteren Entwicklung und legen unser Augenmerk gleich auf den Beginn der heutigen (...)

  • Bert Noglik
    Jazz — Zwischen Anpassung und Aufmüpfigkeit
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Im Verlauf seiner Geschichte offenbarte sich Jazz immer wieder als etwas Widerspenstiges, schwer Kalkulierbares und nicht recht in das Gefüge der bürgerlichen Anständigkeit Hineinpassendes. Wer glaubte, Jazz ein für allemal definiert zu haben, sah (...)

  • Robert Schediwy
    Jagdszenen an der Uni Wien
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Der Autor erzählt hier von einer gegenwärtigen Entwicklung am Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen: ein Paradigma für die Unfähigkeit der institutionellen Wissenschaft, sich noch selbst zu reformieren. Am 2. Dezember 1993 hat der Akademische (...)

  • »Literatur aktuell: Gertrud Fussenegger«
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Für das laufende Semester wurde von Dr. Huber ein Kolloquium zu literarischer Qualität und Preiswürdigkeit der Werke von Gertrud Fussenegger angeboten. In der Ankündigung hieß es: „Bereitschaft zur Aufarbeitung historischer Fakten und zur gründlichen (...)

  • Herbert Hrachovec
    Das Rendezvous der Löwen und der Lämmer
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Freiheit und Verantwortung. Jahrbuch für politische Erneuerung 1994 Herausgegeben von Lothar Höbelt, Andreas Mölzer und Brigitte Sob Freiheitliches Bildungswerk Wien im Eigenverlag, 1993 Das »Jahrbuch für politische Erneuerung 1994« der FPÖ ist ein (...)

  • Eckart Früh
    Arbeitsbeschaffung im Dritten Reich
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Jörg Haider hat in einem Interview mit der »Kleinen Zeitung« gesagt, sein Ausspruch über die »ordentliche Beschäftigungspolitik im Dritten Reiche« tue ihm nicht leid. Der abermalige Versuch, uns blöd und »»Untergangster des Abendlandes« (Karl Kraus) (...)

  • Friedhelm Frischenschlager • Robert Schlesinger
    Eine blaßblaue Programmschrift
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Das FORVM trifft auf das Liberale Forum: Friedhelm Frischenschlager, Klubobmann, diskutiert mit Robert Schlesinger über sein Programm. Wer ist der bessere Liberale? Robert Schlesinger: Wozu braucht man eine liberale Partei? Friedhelm (...)

  • Michael Häupl
    Wien auf dem Weg zur Umweltmusterstadt
    (No. 485/486, Juni 1994)

    M.H. ist, außer Landesparteivorsitzender der SPÖ Wien und FORVM-Autor, auch Wiener Umweltstadtrat — aus diesem Bereich seiner Engagements berichtet er hier. -Red. Wien hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt um das Jahr 2000 unter den Großstädten der (...)

  • Camillo Cattani
    Die letzten (demokratischen!) Wahlen in Italien!
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Non si deve mai lasciar seguiré un disordine per fuggire una guerra, perché la non si fugge, ma si differisce a tuo disavvantaggio. Niccolò Machiavelli, Il principe Das ist also nun der Dank! Nun beschimpft man uns in Europa schon wieder als (...)

  • Andreas Maier
    Europacup
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Die Entscheidung auf den Punkt bringen, das ist das größte Gefühl. Otto Konrad, Fußballtormann* Wäre es zu weit hergeholt, den Fußball als Spiegel für die Politik zu sehen? Man könnte es versuchen. Was im Sport recht ist, scheint für die Politik nur (...)

  • Sven Papcke
    Europa vor den Toren der EU
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Jetzt stellt sich heraus, daß ihr Europa von Anfang an eine Einbildung war, sein Glaube und sein Fundament das Nichts Czeslaw Milosz Brüssel, 1. Februar 1993. An diesem Montagnachmittag eröffnete die Europäische Gemeinschaft das Beitrittsverfahren (...)

  • Werner Dutz
    Ist mir die SPÖ abhanden gekommen?
    (No. 485/486, Juni 1994)

    In der Einleitung zu dem Artikel »Der österreichische Heimatbegriff und die EU-Debatte« meinte Gerhard Oberschlick mit der Freiheit der sensiblen Person, deren Geist die Kulissen penetriert, daß ich ehemaliges SPÖ Mitglied bin. Ich möchte das (...)

  • Jacques Attali • Ulli Stadler (Übersetzung)
    Demokratie ohne Grenzen
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Jacques Attali verteidigt das freie Zirkulieren von Menschen und Ideen auf dem europäischen Kontinent. Ich bin immer wieder über einen Satz erstaunt gewesen, den ich in meiner Jugend gelesen und als Motto für mein erstes Buch genommen habe; der (...)

  • Andreas Dusl
    Ein Nachmittag im Salzkammergut
    (No. 485/486, Juni 1994)
  • Elisabeth Kmölniger
    Elisabeth Kmölniger’s Tierleben
    (No. 485/486, Juni 1994)
  • Werner Dutz
    Warum Nein am 12. Juni 1994?
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Alle, auch Staatssekretärin Ederer, stimmen überein, daß Österreich nicht untergehen wird. Die Abstimmung über die EU hat Auswirkungen für viele kommende Generationen, die Nationalratswahl nur für 5 Jahre. Das Durchziehen der EU Abstimmung innerhalb (...)

  • Gerhard Föger
    Renationalisierung — Europa vor dem Scheitern?
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Europa leidet Qualen. Maastricht hat die EU-Mitglieder gespalten, der Prozeß der inneren Einigung ist trotz und auch wegen neuer Beitrittskandidaten ins Stocken geraten, daran kann das Wort von der »Union« nichts ändern. Der alte ist heute ein (...)

  • Richard Reichensperger
    Opfer? Pose?
    (No. 485/486, Juni 1994)

    Sehr geehrter Herr Oberschlick! Gerade weil Ihre Zeitschrift immer wieder sachliche Beiträge zur Verdrängung der Nazizeit in Österreich bringt und besonders auch das Engagement von Christian Michelides dabei glaubhaft und existentiell erscheint, (...)

  • Peter Csulak
    Canetti, Bier- und Peymann sowie die Wiener Zeitungskultur
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Es ist schon ein alter Hut, daß vor Premieren im Peymann-Imperium einige Schließtage die Gemüter des Rechnungshofes, der Oppositionsparteien — allen voran der FPÖ —, selbst des Koalitionspartners der SPÖ und der gesamten Tagespresse erhitzen. Großes (...)

  • Franz Koglmann
    Hören, Schauen, Lesen
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    I. »Kaum wird man einen Autor finden, der nicht einen Großteil seines Lebens mit Hören, Schauen oder Lesen verbringt und der sich dann mit einer unbegreiflichen ... Passion seiner Musik, seinem Bilde, seinem Gedicht zuwendet.« (Ernst Jünger) — (...)

  • Thomas Mieszgang
    Der seltsame Geruch der Synkope
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Der Titel ist ein Verdikt von Frank Zappa und bezog sich auf die »zahlreichen Versuche, den Jazz totzureden«. Der Wiener Komponist Franz Koglmann und der Schweizer Musikkritiker Peter Rüedi fragen heute wieder, ob diese Musik »als lebendiges (...)

  • Haimo L. Handl
    Versalzen
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Die Mächtigen, der Geist und die Gespenster des Zeitgeists im Spiegel der Eröffnungsreden zu den Salzburger Festspielen 1994 »Europa beginnt in doppeldeutiger Magie.« Mit diesem Satz leitete der Philosoph George Steiner seine Festrede ein. Bevor (...)

  • Oliver Marchart
    Über Hirten und Herden
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Beantwortung der Frage: Wer, wo oder was ist das »Österreichische«? Österreich wird österreichischer. Ein guter Indikator für galoppierendes Österreichbewußtsein war schon immer der Österreichische Rundfunk. Man denke an das altehrwürdige »Made in (...)

  • Sven Papcke
    Wer ist zuständig für den Zeitgeist?
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Ein Saison-Hit am Broadway in den frühen 60er Jahren war das Schauspiel »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« von Edward Albee. Unter dem vieldeutigen Titel verbirgt sich ein grimmiger, drei Stunden währender Streit zwischen einem Historiker und (...)

  • Thomas Rothschild
    Der süddeutsche »Joseph-Roth-Preis«
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Ein Juror hatte mich eingeladen, am Wettbewerb um den Joseph-Roth-Preis, den »kleinen Bruder« des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt teilzunehmen. Daß ich dabei leer ausging, ist gerecht, denn es wurde eine Reihe von Texten vorgetragen, die (...)

  • Thomas Rothschild
    »Kursbuch« Hundertsechzehn
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Auf der Höhe der Zeit Kursbuch 116: Verräter, Rowohlt Berlin 1994, 186 Seiten, 15 DM Zu Zeiten des Kalten Kriegs unterstellten moskautreue Kommunisten ihren Gegnern den Vorwurf, Russen würden kleine Kinder verspeisen. Indem sie die Absurdität (...)

  • Bernd Marin
    Über Patriarchinnen, Biopolitik und moralische Vergewaltigung
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Offener Brief an Elfriede Hammerl wegen »Verwirrte Begriffe«, »profil« 23/1994, 113 Liebe Elfriede Hammerl! Wie Sie wissen, gehöre ich, altmodisch gesagt, zu Ihren Verehrern, Ihre geistreichen Kommentare zu Geschlechterkampf und Familientohuwabohu (...)

  • Robert Schlesinger
    Vom Herrschaftsnutzen langer Wörter
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Gewiß: Daß alle Fortschritte auf dem Wege zur Gleichberechtigung der Frauen das gewünschte Resultat — also die Überwindung des Patriarchats — noch nicht erbracht haben, mag man — je nach Temperament — zum Anlaß für Wut, Ungeduld oder Verzagnis nehmen. (...)

  • Camillo Cattani
    Ultima ora, Milano, 28.11.94
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Als wäre auch das noch seine Schuld gewesen und nicht wieder wie immer die des altkorrupten Regimes, daß nämlich die zuständigen Behörden die Faxmeldungen über die »Sintflut« irgendwie wohl für einen Spaß der Lega Nord gehalten und nicht unter der (...)

  • Camillo Cattani
    Porca puttana!
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Berlusconis Niedergang begann am Fußballplatz und auf den Wassern. Machen wir ein wenig Geschichtsunterricht: 1922 wollte Mussolini keine totalitäre Macht installieren. (...) ›Ein Italien, in dem nur eine Meinung dominiert, ist kein Italien mehr, (...)

  • Josef Zaussinger
    Grenzüberschreitung
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Der »genetische Fingerabdruck« spielte im Fall Unterweger eine entscheidende Rolle für die Urteilsfindung. Als gelernter Mathematiker und Experte für medikamentöse Dosis-Wirkungs-Beziehungen untersucht J.Z. die Eignung der jungen Methode zur (...)

  • Amelie Lanier
    Die sogenannte 3. Welt heute
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Gegenstand weder linker noch sonstiger Kritik Chile z.B., im Jahre der Herren 94 Über dem Getöse um die diversen »Sorgenkinder« der Neuen Weltordnung, die unbedingt mit Militäreinsatz betreut werden müssen, ist das, was in den alten Hinterhöfen des (...)

  • Kalte Privatisierung praecox
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Die SPÖ auf dem Weg zur STÖ. Der Beginn des Telekratismus auch in Österreich. Die nächste Regierung heißt Höchtl/Haider. Warum der Rundfunk Goldes wert ist und warum die Zeitungen beider Konzerne den neuen GI des ORF so überschwänglich begrüßten. Daß (...)

  • Hans Sallmutter
    Träumen nach vorn!
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Die nachstehende Rede* wurde in den österreichischen Medien nicht oder lustvoll verdreht reportiert, z.B. als hätte H. S. seinen »ersten Schritt zu wertschöpfungsbezogenen Abgaben« im Ausmaß von 1,2 Milliarden Schilling zwecks Budget-Sanierung (...)

  • Wolfgang Gombocz
    Two Happy Years
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Die Jahre 1993 und 1994 haben indes für die Slowenen in der Steiermark einige kleine Erfolge gezeitigt: Vom 25. bis zum 27. Mai 1993 fand die erste wissenschaftliche Tagung über die steirischen Slowenen an der Universität Maribor statt. (...)

  • Wolfgang Gombocz
    Das Leben nach der Bombe*
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    W. G., Philosophie-Dozent in Graz, war Adressat einer Briefbombe der ersten Welle: als Exponent der slowenischen Minderheit in der Steiermark, ganz wie, bei der zweiten Bomben-Serie, der Verleger Lojse Wieser in Kärnten. Die — partes pro tote — (...)

  • Andreas Dusl
    Es war mein Fehler
    (No. 487-492, Dezember 1994)
  • Uwe Baur • Gerhard Oberschlick
    Gemeinwissen vs. Geheimwissen
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Ein Handbuch über die »Österreichische Literatur im Nationalsozialismus« ist im Entstehen, auf der Basis von Archivmaterial, das die Forschungsgruppe des Grazer Germanisten Uwe Baur bisher nicht frei zugänglich machen will oder darf. Derfens des? (...)

  • Elisabeth Kmölniger
    Aus meinen Tierlieben
    (No. 487-492, Dezember 1994)
  • Gerhard Oberschlick
    Er hat sich schon wieder blamiert
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Weil ich doch jetzt so aufpassen muß, daß mich die Justiz nicht wieder drankriegt, werde ich alle immanenten Tatsachenbehauptungen immer gleich festhalten, um sie anschließend zu belegen. Aber zuerst will ich die Identität des Gemeinten zweifelsfrei (...)

  • Mitteilung gemäß § 37 MedienG
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Das Oberlandesgericht hat die Rechtsansicht des Landesgerichtes, wonach die unter II. inkriminierten Ausdrücke keine Beschimpfungen wären, korrigiert und zugleich die integrierte Veröffentlichung beider aufgetragenen Mitteilungsteile angeregt. (...)

  • Einstellen oder Übergang
    (No. 493/494, Februar 1995)

    Presse-Resonanz auf die Akut-Drohung im Dezember-Heft: Alfred Worm, früher heftig von uns kritisiert, hat, zu seiner Ehre, als einziger es gemeldet; als erste »Top-Secret-Meldung« des Jahres in »News«; und er will, wie andere auch, sonst was für die (...)

  • Volker Kier • Heinz-Volker Strobl
    Wer hat sich wieder blamiert?
    (No. 493/494, Februar 1995)

    [(Lieber Gerhard, zu Deinem Artikel »Er hat sich schon wieder blamiert« möchte ich auf eine von Dir und eigentlich von niemandem in der Branche bemerkte Blamage aufmerksam machen. Liest man die Statuten des Liberalen Forums aufmerksam, so muß man (...)

  • Ilse Kilic
    Vom Herrschaftsnutzen der Grammatikkunde
    (No. 493/494, Februar 1995)

    Sehr geehrter Herr Schlesinger, liebe Redaktion, ich stelle mit Verwunderung fest, daß Sie, Herr Schlesinger, sich offensichtlich nur sehr marginal mit feministischer Sprachanalyse beschäftigt haben: man benötigt eben nicht nur ein großes I (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Was sagt denn der Staatsanwalt?
    Zu diesem Bündel Sachverhalt?
    (No. 493/494, Februar 1995)

    Links in der Mitten die Zeugenaussage eines Richters, deren objektive Unrichtigkeit von den Aktennotizen oben und unten bewiesen wird. Wieviele burgenländische SPÖler wurden, weil sie es im Sinowatz-Worm-Verfahren ausgeschlossen oder sich nicht (...)

  • B. Richter-Statter
    Der Fall Nr. 3
    (No. 493/494, Februar 1995)

    Vor 12 Jahren: Ein Mann, nennen wir ihn Dr. Friedrich Wilhelm Kremzow, will den Präsidenten des Kreisgerichtes in Korneuburg sprechen. Der Präsident kennt ihn, führt ihn in sein Zimmer; hört dort das Unglaubliche, das Unfaßbare: Kremzow will einen (...)

  • Madeleine Petrovic
    Aller Tage Abend
    (No. 495, März 1995)

    Schon lange habe ich nicht mehr so drückend das Gefühl empfunden, etwas tun zu müssen und dabei nicht zu wissen, wo ein Anfang gemacht werden kann und wie ich vorgehen soll. Wieder und wieder kommen mir die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit in (...)

  • Media Matic
    Kunst ist ein besondrer Saft
    (No. 495, März 1995)

    Den nachstehenden Korrespondentenbericht aus der alten Heimat übernehmen wir mit freundlicher Genehmigung von MEDIA MATIC‚ wo er gleichzeitig in der Originalsprache erscheint. Wir danken ihr. Die Eröffnung der Ausstellung Arno Breker, die aus (...)

  • Harry Schranz
    Römisches Tagebuch
    (No. 495, März 1995)

    Rom, 26.11.1997 Was für eine Stadt, über der sich Ende November derart prächtige Gewitter entladen. An der Stazione Termini angekommen, habe ich sofort die häßliche Bahnhofshalle hinter mir gelassen und mich an der Piazza Cinquecento nach rechts (...)

  • Iris Kugler
    Frau ins Haus oder fort
    (No. 495, März 1995)

    Kabrousse, Casamance, Sénégal, 3.3.1998 Ich bin in einem Paradies an der Grenze zu Guinea Bissau, Region Ziguinchor, tiefes schwarzes Westafrika. Hier habe ich genug Platz, um zu denken und zu klären, was ich will. Zunächst will ich für zwei Wochen (...)