Warum werden Motten von Flammen angezogen?


Vielleicht hast du das Sprichwort gehörtwie eine Motte zu einer Flammeeine fatale Anziehungskraft zu beschreiben. Aber warum werden Motten von Flammen angezogen? Warum sind sieso sehrvon ihm angezogen – oder vom Licht einesBug-Zapper– dass sie direkt hineinfliegen? Tatsache ist, Entomologen – also Wissenschaftler, die Insekten untersuchen – sind sich nicht sicher.

Eine Idee ist, dass Motten nicht so viel sindangezogenzum Licht einer Flamme oder eines anderen hellen Lichts, wie sie sinddesorientiertdadurch. So funktioniert das. Wie viele Fluginsekten können sich Motten teilweise mithilfe des Lichts als Kompass zurechtfinden. Wenn die Lichtquelle die Sonne oder der Mond ist, ist diese Lichtquelle sehr weit entfernt, und die einfallenden Lichtstrahlen, die auf das Insekt treffen, treffen fast parallel zueinander ein. Motten – und viele andere Fluginsekten – haben sich also so entwickelt, dass sie erwarten, Licht an einem festen Teil des Auges zu empfangen („Querausrichtung').


Solange der Falter mehr oder weniger geradlinig fliegt, bleibt dieses visuelle Muster unverändert. Wenn die Lichtquelle jedoch beispielsweise eine nahegelegene Kerze ist, ändert sich der Winkel, in dem das Licht auf das Auge der Motte trifft, schnell, während die Motte an einem geraden Kurs festhält. Die Motte versucht, im Licht der Sonne oder des Mondes das zu tun, wozu sie sich entwickelt hat – nämlich einen konstanten Winkel zur Quelle einzuhalten. Dabei windet es sich spiralförmig in Richtung des Lichts und könnte am Ende in die Flamme gezogen werden.

Eine andere Theorie besagt, dass Lichtquellen, die sowohl ultraviolettes als auch sichtbares Licht emittieren, Motten anziehen. Menschen können kein Ultraviolett sehen, aber es ist wichtig für Insekten, da viele Blumen ultraviolette „Farben“ aufweisen, um ihre Bestäuber zu leiten. Motten können die Fluten von ultraviolettem Licht aus Quellen wie Insektenzappern für ein üppiges Feld schmackhafter Blumen halten und dem falschen Signal in ihren Untergang folgen.

In einer anderen Theorie kann Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) von Lichtquellen wie die Infrarotreflexion von Mottenpheromonen aussehen – Chemikalien, die von Insekten freigesetzt werden, um Partner anzulocken. In diesem Fall können männliche Motten glauben, dass eine sexy Frau auf sie wartet, was wiederum tödlich getäuscht wird.

Bild überGrün sein.




Bild über Kay Enns Cafe.

Hermelin Motte (Yponomeuta cagnagella). Im Jahr 2016 testeten 2 Wissenschaftler in Europa das Flug-zu-Licht-Verhalten von 1048 dieser Falter, um herauszufinden, wie künstliches Licht ihre Entwicklung bewirken könnte.

Im Jahr 2016 haben zwei Biologenveröffentlichteine studie in derpeer-reviewedTagebuchBiologiebriefeüber die möglichen evolutionären Konsequenzen unserer modernen, künstlich beleuchteten Welt auf Motten. Sie haben die getestetFlug zum LichtVerhalten von 1048 erwachsenen Hermelinmotten, deren Larven sie 2007 gesammelt hatten, kurz nachdem die Insekten gerade ihre erste Häutung abgeschlossen hatten. Einige waren ländliche Motten, mit 320 von Populationen, die unter weitgehend dunklen Himmeln lebten. Die anderen 728 waren Stadtfalter, versammelt inlichtverschmutztBereiche. Alle Falter wurden dann in einem Labor mit 16 Stunden Tageslicht und 8 Stunden Dunkelheit täglich aufgezogen, während sie ihre Lebensphasen abschlossen. Ein Bericht inWissenschaft erklärt:

Zwei bis drei Tage nach dem Auftauchen als Falter wurden sie in einem Flugkäfig mit einer Leuchtstoffröhre an einer Seite freigelassen. Motten aus Gebieten mit hoher Lichtverschmutzung wurden vom Licht deutlich weniger angezogen als solche aus den dunkleren Zonen … Insgesamt hatten Motten aus den lichtverschmutzten Populationen eine 30-prozentige Reduzierung des Flug-zu-Licht-Verhaltens, was darauf hindeutet, dass sich diese Art entwickelt. wie vorhergesagt, sich von künstlichem Licht fernzuhalten. Diese Änderung sollte den Fortpflanzungserfolg dieser Stadtmotten steigern.


Doch ihr Erfolg hat seinen Preis: Um die Lichter zu vermeiden, fliegen die Motten wahrscheinlich weniger, sagen die Wissenschaftler, damit sie nicht so viele Blumen bestäuben oder so viele Spinnen und Fledermäuse füttern.

Und so haben wir selbst unter den Motten ein weiteres Beispiel dafür, wie der Mensch die Natur beeinflusst!

Fazit: Es gibt mehrere Theorien, warum Motten – und andere Fluginsekten – vom Licht angezogen werden.

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