Eisbären schwimmen längere Strecken, Junge sterben dabei

Da das Sommereis der Arktis schnell verschwindet, glauben viele Experten, dass die weltweite Eisbärenpopulation von etwa 25.000 bis zum Ende des Jahrhunderts auf nur noch wenige Tausend schrumpfen könnte. Einige neue Beweise deuten darauf hin, wie sich dies möglicherweise entwickeln könnte.


Eine gemeinsame Studie des United States Geological Survey (USGS) und des World Wildlife Fund (WWF), deren Schlussfolgerungen gestern, am 19. Juli, veröffentlicht wurden, zeigt, dass Eisbären längere Strecken zurücklegen, um zum Meereis zu gelangen, das sie als Fangplattform nutzen Dichtungen. Und die Jungen sterben dabei.

Die gemeinsame Studie von USGS und WWF verfolgte eine Gruppe von 68 weiblichen Eisbären in der südlichen Beaufort- und Tschuktschensee. Die Forscher verfolgten die Bären zwischen 2004 und 2009 mit Hilfe von Funkhalsbändern. Sie fanden heraus, dass Eisbären jetzt durchschnittlich etwa 110 Meilen schwimmen. LautPressemitteilung:


Die Forscher identifizierten während des sechsjährigen Zeitraums 50 Langstrecken-Schwimmereignisse (mehr als 48 km lang), an denen 20 Eisbären teilnahmen. Schwimmwettkämpfe reichten von bis zu 426 Meilen und einer Dauer von bis zu 12,7 Tagen.

Bildnachweis:Ansgar-Spaziergang

Können Sie sich vorstellen, 426 Meilen zu schwimmen? Das ist ein Herzinfarkt, der darauf wartet, zu passieren! Die schwierigere Nachricht ist, dass 5 der 11 Mütter, die mit Jungen schwimmen, diese Jungen auf dem Weg verloren haben; das ist eine Sterblichkeitsrate von 45 %. Im Gegensatz dazu betrug ihre Sterblichkeitsrate nur 18%, wenn die Jungen nicht mit ihrer Mutter gehen mussten.

Geoff York, WWF-Eisbärexperte und Co-Autor der Studie, schrieb: „Diese Studie ist die erste Analyse, die einen signifikanten mehrjährigen Trend zu vermehrtem Langstreckenschwimmen von Eisbären identifiziert. Frühere Untersuchungen hatten nur über einzelne Vorfälle berichtet.“ In der Pressemitteilung heißt es:




Beim Langstreckenschwimmen besteht die Gefahr, dass Eisbären aufgrund von Müdigkeit oder rauer See ertrinken. Wie Menschen können Eisbären ihre Nasengänge nicht verschließen, sodass sie in rauem Wasser ertrinken. Jungtiere sind noch stärker gefährdet. Ihre kleinere Körpergröße und ihr begrenztes Körperfett machen sie anfälliger für Unterkühlung und sie haben nicht die Energiereserven eines erwachsenen Bären.

Die Zukunft der Arktis verheißt also nichts Gutes für Eisbären. Laut dem Polar Science Center der University of Washington sank die Ausdehnung des arktischen Meereises im Juli 2011 auf ein Rekordtief; Das Meereisvolumen ist jetzt um 47 % geringer als im Jahr 1979. Damals begannen Satelliten zum ersten Mal, den arktischen Meeresspiegel und das Eis aufzuzeichnen.

Die vollständigen Ergebnisse der WWF/USGS-Eisbärenstudie wurden am 19. Juli auf der Konferenz der International Bear Association (IBA) in Ottawa, Kanada, vorgestellt.

Fazit: Eine gemeinsame Studie des United States Geological Survey (USGS) und des World Wildlife Fund (WWF) ergab, dass Eisbären längere Strecken schwimmen, um zum Meereis zu gelangen, das sie als Plattform zum Fangen von Robben nutzen, was dazu beiträgt, dass Sterblichkeit der Jungtiere.


ForVM-Chats mit Kieran Mulvaney, Autor von The Great White Bear, auf ForVM 22