Gaia entdeckt eine riesige Geistergalaxie am Rande der Milchstraße

L-R: Große Magellansche Wolke, die Milchstraße, Antlia 2. Bild überV. Belokurov nach den Bildern von Marcus und Gail Davies und Robert Gendler.


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Der Satellit Gaia hat eine riesige „Geister“-Galaxie entdeckt, die am Rande der Milchstraße lauert. Ein internationales Astronomenteam entdeckte das massive Objekt beim Durchsuchen von Daten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)GaiaSatellit. Das Objekt mit dem Namen Antlia 2 (oder Ant 2) konnte bisher dank seiner extrem geringen Dichte sowie eines perfekt gewählten Verstecks ​​hinter dem Leichentuch der Milchstraßenscheibe nicht entdeckt werden. Die Forscherveröffentlichtdie Studienergebnisse online 9. November 2018.


Ameise 2 ist bekannt als aZwerggalaxie. Als im frühen Universum Strukturen entstanden, waren Zwerge die ersten Galaxien, die sich bildeten, und so sind die meisten ihrer Sterne alt, massearm und metallarm. Aber im Vergleich zu den meisten anderen bekannten Zwergsatelliten unserer Milchstraße ist Ant 2 immens: Sie ist so groß wie dieGroße Magellansche Wolke, und ein Drittel der Größe der Milchstraße selbst.

Die Forscher sagen, dass Ant 2 der Milchstraße nie zu nahe kommt und immer mindestens 40 . bleibtKiloparsec(ca. 130.000Lichtjahre) ein Weg. Was Ant 2 noch ungewöhnlicher macht, ist, wie wenig Licht es abgibt. Im Vergleich zur Großen Magellanschen Wolke, die ein weiterer Satellit der Milchstraße ist, ist Ant 2 10.000 Mal lichtschwächer. Mit anderen Worten, es ist entweder viel zu groß für seine Leuchtkraft oder viel zu dunkel für seine Größe.

Gabriel Torrealbader University of Cambridge ist der Hauptautor des Papiers. Torrealba sagte in aStellungnahme:

Dies ist ein Geist einer Galaxie. Objekte, die so diffus wie Ant 2 waren, hat man noch nie zuvor gesehen. Unsere Entdeckung war nur dank der Qualität der Gaia-Daten möglich.




Die Gaia-Daten ermöglichten es den Forschern, die Masse der Galaxie zu ermitteln, die viel geringer war als für ein Objekt dieser Größe erwartet. Co-Autor der StudieSergey Koposovvon der Carnegie Mellon University sagte:

Die einfachste Erklärung dafür, warum Ant 2 heute so wenig Masse zu haben scheint, ist, dass es von dengalaktische Gezeitender Milchstraße. Was jedoch ungeklärt bleibt, ist die gigantische Größe des Objekts. Normalerweise schrumpfen Galaxien, wenn sie durch die Gezeiten der Milchstraße an Masse verlieren, anstatt zu wachsen.

Co-Autor der StudieMatthew Walker, ebenfalls von der Carnegie Mellon University, sagte:

Verglichen mit dem Rest der rund 60 Milchstraßen-Satelliten ist Ant 2 ein Sonderling. Wir fragen uns, ob diese Galaxie nur die Spitze eines Eisbergs ist und die Milchstraße von einer großen Population fast unsichtbarer Zwerge ähnlich dieser umgeben ist.


Lesen Sie hier mehr darüber, wie die Astronomen Ant 2 entdeckt haben.

Die Gaia-Mission der ESA hat den bisher umfangreichsten Sternenkatalog produziert, einschließlich hochpräziser Messungen von fast 1,7 Milliarden Sternen, und bisher ungesehene Details unserer Milchstraße enthüllt. Anfang dieses Jahres machte Gaias zweite Datenveröffentlichung Wissenschaftlern weltweit neue Details von Sternen in der Milchstraße zugänglich.

Quelle: Der verborgene Riese: Entdeckung eines riesigen galaktischen Zwergsatelliten in Gaia DR2

Fazit: Gaia-Satellitendaten haben eine Zwerggalaxie enthüllt, die sich hinter dem Leichentuch der Scheibe der Milchstraße versteckt.


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