E-Nase erschnüffelt Herzinsuffizienz

Ein Ärzteteam des Universitätsklinikums Jena hat eine künstliche Nase geschaffen, um Herzkrankheiten zu „riechen“. Das System funktioniert, indem es so konstruiert ist, dass es geringfügige Unterschiede in Geruchsmolekülen auf einem vorbereiteten Teil der Haut einer Person erkennt.


Auf einer Konferenz der European Cardiology Society (29. August 2011) präsentierte das Team seine Ergebnisse darüber, wie gut dieses Ding chronische Herzkrankheiten riecht.


Die beteiligten Experten sind bestrebt, einen effektiven, schnellen und nicht-invasiven Weg zu findenSortierungPatienten mit Herzinsuffizienz. Dazu sei ihre Nase in der Lage, „kompensierte“ vs. „dekompensierte“ Herzinsuffizienz bei Studienteilnehmern mit hoher Genauigkeit zu sortieren. Übersetzung: Die Nase kann eine schlechte Herzerkrankung von einer wirklich schlechten Herzerkrankung unterscheiden, was ohne invasive medizinische Verfahren eine Herausforderung darstellen kann.

Diese elektronische Nase sieht nicht wirklich aus wie eine Nase, aber diese medizinischen Experten sagten, dass sie wie eine funktioniert. Wie sieht es aus? Hier ist eine Illustration aus demEuropäische Gesellschaft für Kardiologie.

Das „elektronische Nasensystem“ sieht nicht wie eine Nase aus, kann aber Gas auf einem vorbereiteten Teil der Haut der Probanden riechen.

Klicken Sie hier, um das Bild oben zu vergrößern




EntsprechendMedicalXpress:

Das „elektronische Nase“-System besteht aus einem Array von drei Gassensoren auf Metalloxidbasis mit dicker Schicht und Heizelementen. Jeder der Sensoren hat eine leicht unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Geruchsstoff-Molekültypen. Wechselwirkungen zwischen Molekülen und dem Sensor werden durch Reaktionen mit Sauerstoff an der erhitzten Sensoroberfläche verursacht, die zu einer Änderung der Konzentrationen freier Ladungsträger und damit zu einer Änderung der Leitfähigkeit in der Metalloxidschicht führen. Die Geruchskomponenten werden durch eine statistische Analyse in zwei Hauptkomponenten unterteilt.

Mit anderen Worten, die Nase schnüffelt Gase, aber die Wissenschaftler sind sich noch nicht sicher, was die Nase in Tests genau gerochen hat, als sie sich teilte …

… die Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz [von denen mit] kompensierter Herzinsuffizienz mit 89 Prozent Sensitivität und 88 Prozent Spezifität.


Um mehr zu erfahren, muss das Team die Laborparameter, die die Nase auf Herzinsuffizienz gemessen hat, genau untersuchen, darunter Mineralien, Kreatinin und Blutgasanalysen. Sie werden sich auch die klinische Vorgeschichte und die Ergebnisse der Belastungstests ihrer Probanden ansehen.

Die beteiligten Experten sind bestrebt, einen effektiven, schnellen und nicht-invasiven Weg zu finden, um Patienten mit Herzinsuffizienz zu sortieren. Herzinsuffizienz ist eine häufige Erkrankung – etwa 6 Prozent der über 65-Jährigen leiden darunter. Vor allem wegen der Krankenhauskosten sei es „mit hohen Gesundheitsausgaben verbunden“. Das heißt, es kostet den Einzelnen und die Gesellschaft viel Geld, um Herzpatienten gesund zu halten.

Unser Geruchssinn ist ursprünglich und kraftvoll. Vielleicht fühlt es sich deshalb so an, als würde die neue elektronische „Nase“ – erfunden von diesem deutschen Ärzteteam – nur die Naturgeschichte einholen.


Fazit: Ein Ärzteteam des Universitätsklinikums Jena hat eine künstliche „Nase“ erfunden, um Herzerkrankungen zu erkennen. Das Team präsentierte seine Ergebnisse letzte Woche (29. August 2011) auf einer Konferenz der European Cardiology Society.

Lesen Sie mehr von der European Society of Cardiology

Irregeführte Angst vor Masernimpfung hat verheerende Wirkung