Nahaufnahme eines Riesensterns

Die unterschiedlichen Farben auf der Oberfläche des Sterns entsprechen unterschiedlichen Temperaturen. Ein Stern hat nicht überall die gleiche Oberflächentemperatur, und seine Oberfläche liefert unsere einzigen Hinweise, um sein Inneres zu verstehen. Wenn die Temperaturen steigen und fallen, werden die heißeren, flüssigeren Bereiche zu helleren Farben (wie Weiß) und die kühleren, dichteren Bereiche zu dunkleren Farben (wie beispielsweise Rot). Bild überESO / Georgia State University.


Ein internationales Astronomenteam hat das erste detaillierte Bild der Oberfläche eines Riesensterns mit dem Namen Pi . erstellt1Gruis – das sind im Sternbild etwa 530 Lichtjahre von der Erde entferntKies(lateinisch für „Kranich“). Sie hat etwa die gleiche Masse wie unsere Sonne, ist aber 350 mal größer und mehrere tausend mal heller.

Pi1Grit ist einroter Riese, ein Stern in der letzten großen Lebensphase, sagten die Forscher, und ähnelt dem, was die Sonne am Ende ihres Lebens in fünf Milliarden Jahren werden wird.


Die Bildgebung zeigt eine nahezu kreisförmige, staubfreie Atmosphäre mit komplexen Bereichen bewegten Materials, die laut einer Studie als Konvektionszellen oder Körnchen bekannt sindveröffentlicht20. Dezember 2017 im JournalNatur. Nach aStellungnahmevon den Forschern:

Konvektion, die Übertragung von Wärme aufgrund der Massenbewegung von Molekülen in Gasen und Flüssigkeiten, spielt eine große Rolle bei astrophysikalischen Prozessen wie Energietransport, Pulsation und Winden.

Die Forscher fanden heraus, dass die Oberfläche von Pi1Gruis hat nur wenige konvektive Zellen oder Körnchen, die jeweils etwa 74,5 Millionen Meilen (120 Millionen km) groß sind – etwa ein Viertel des Durchmessers des Sterns. Nur eines dieser Körnchen würde sich von der Sonne bis jenseits der Venus erstrecken.

Zum Vergleich: Die Sonnenoberfläche enthält etwa zwei Millionen Konvektionszellen mit typischen Durchmessern von nur 1.500 km. Die enormen Größenunterschiede in den Konvektionszellen dieser beiden Sterne können teilweise durch ihre unterschiedliche Oberflächengravitation erklärt werden.sagten die Forscher. Pi1Gruis hat nur die 1,5-fache Masse der Sonne, aber viel größer, was zu einer viel geringeren Oberflächengravitation und nur wenigen, extrem großen Körnern führt.




Für die Studie verwendete das Team dieNahinfrarot-Imaging-Experiment mit integrierter Präzisionsoptik(PIONIER) Instrument auf den ESOsSehr großes Teleskop-Interferometer(VLTI) in Chile, um den Stern zu beobachten. Der Forscher Fabien Baron ist Assistenzprofessor am Department of Physics and Astronomy der Georgia State University. Baron sagte in aStellungnahme:

Dies ist das erste Mal, dass wir einen so riesigen Stern haben, der mit dieser Detailgenauigkeit eindeutig abgebildet wird. Der Grund dafür ist, dass die Details, die wir sehen können, aufgrund der Größe des für die Beobachtungen verwendeten Teleskops begrenzt sind. Für diese Arbeit haben wir ein Interferometer verwendet. Das Licht mehrerer Teleskope wird kombiniert, um die Grenzen jedes Teleskops zu überwinden und so eine Auflösung zu erreichen, die der eines viel größeren Teleskops entspricht.

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Fazit: Ein internationales Astronomenteam hat das erste detaillierte Bild der Oberfläche eines Riesensterns erstellt, der 350 Mal größer ist als unsere Sonne.


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