Fade, matschige Äpfel, die dir der Klimawandel gebracht hat

Blöder Klimawandel. Es ruiniert alles. Ich war nicht sehr glücklich, als ich Anfang des Jahres erfuhr, dass unser sich erwärmender Planet bald Flugreisen machen wirdnoch unangenehmer/erschreckender. Und noch weniger begeistert bin ich von der neuesten Enthüllung: Der Klimawandel dezimiert bereits die Köstlichkeit unserer Äpfel. Nach 40 Jahren Daten zu Fuji- und Tsugaru-ÄpfelnForscher in Japan schlussfolgertendass die heutigen Äpfel im Vergleich zu ihren nicht allzu weit entfernten Verwandten ziemlich scheiße sind und dass steigende Temperaturen die wahrscheinliche Ursache sind.


Sie sehen immer noch hübsch aus, aber wie schmecken sie? Bild: Kimubert.

Sie sehen immer noch hübsch aus, aber wie schmecken sie? Bild: Kimubert.

Köstlichkeit und Saugkraft sind etwas subjektive Konzepte, das Team verwendete wissenschaftlichere Eigenschaften, um Veränderungen sowohl im Geschmack als auch in der Textur zu quantifizieren. Säure- und lösliche Feststoffkonzentrationen wurden als Maß für die Säure bzw. Süße verwendet. Ebenfalls untersucht wurden die Apfelfestigkeit und das Vorhandensein von etwas, das 'Wasserkern' genannt wird, eine unglückliche Veranlagung, in der Mitte völlig durchnässt zu werden. Die Ergebnisse? Äpfel von heute sind süßer, matschiger und mehr von Wasserkernen geplagt als die Früchte von einst. Die Änderung erfolgte schrittweise, sodass Ihr Fuji-Apfel von 2013 möglicherweise nicht auffällig geschmacklos und mehlig erscheint. Aber wenn Sie in eine Zeitmaschine springen und die knackige, herbe 70er-Jahre-Version probieren könnten, wäre das vermutlich so, als würden Sie Äpfel mit Orangen vergleichen.


Apfelblüten. Bild: Tambako Der Jaguar

Apfelblüten. Bild: Tambako Der Jaguar

Und während die Apfelehrfurcht abnahm, stiegen die Lufttemperaturwerte in den Versuchsplantagen stetig an. Die Forscher stellten auch ein früheres Knospen und Blühen von Apfelblüten fest, ein Ereignis, das durch das wärmere Wetter ausgelöst werden könnte. Dies könnte dazu führen, dass Sie denken, dass die Äpfel nur früher reifen. Verlängern Sie das Erntedatum um ein oder zwei Wochen, alles wird wieder gut. Problem gelöst. Leider ist es nicht so einfach. Die unerwünschten Geschmacks- und Texturveränderungen blieben auch bei Verwendung unterschiedlicher Fruchtreifeindikatoren bestehen. Zum Beispiel nahm die Säure von Äpfeln immer noch ab, selbst wenn Äpfel aufgrund der Anzahl der Tage nach der Blüte statt eines festgelegten Kalenderdatums als erntereif eingestuft wurden. Die Frucht reifte nicht so viel früher, sie reifte anders.

Zugegeben, glanzlose Apfelqualität ist vielleicht nicht die dringlichste unserer Umweltsorgen, aber sie ist weniger abstrakt als schmelzende Eiskappen und steigende Meeresspiegel. Eigeninteresse kann eine große Motivation sein, Probleme ernst zu nehmen, und jeder, der knackige, leckere Äpfel genießt, sollte sich jetzt persönlich vom Klimawandel bedroht fühlen. Und es kann durchaus sein, dass hier mehr als eine Frucht auf dem Spiel steht. Denken Sie an die Pfirsiche, die Birnen…Weintrauben. Auf dem New Yorker Bauernmarkt, auf dem ich vor meinem Umzug nach Texas eingekauft habe (ein Bundesstaat, in dem der Anbau eines anständigen Apfels bereits eine große Herausforderung darstellt), gab es Dutzende verschiedener Apfelsorten zum Verkauf. Einige wurden als 'knackig und herb' beschrieben, während andere als 'große Kuchenäpfel' beworben wurden, was bedeutet, dass es sich nicht lohnt, sie roh zu essen. Wenn diese neue Studie ein Hinweis ist, möchten Sie vielleicht Ihre Rezeptbücher in Ordnung bringen. Denn in der drohenden dystopischen Zukunft werden alle Äpfel Kuchenäpfel sein.