FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1979 » No. 309/310
Maria Antonietta Macciocchi

Mullarchie

Reise durch die persische Revolution

Am 8. und 10. März dieses Jahres war es in Teheran zu Frauendemonstrationen gekommen. Kurze Zeit später bereiste eine Delegation vom Internationalen Komitee für die Rechte der Frau (Präsidentin Simone de Beauvoir), von Paris kommend, den Iran: 18 Journalistinnen, Politikerinnen, Fotografinnen aus verschiedenen Ländern, unter ihnen Alice Schwarzer aus der BRD und Maria Antonietta Macciocchi aus Italien, die jetzt in Frankreich lebt. Hier ihr bisher unveröffentlichter Bericht.

Schleier und Fußbandagen

Um die Revolte der Frauen im Iran gegen den „schwarzen Schleier" zu begreifen, muß ich einen extremen Vergleich anbringen: Es ist, als hätte Mao bei seiner Ankunft mit der Volksarmee in Peking gesagt: „Die Chinesen müssen jetzt wieder anfangen, sich die Füße einzubandagieren, wie’s die Tradition vorschreibt.“ Der Mann hat das Recht, polygam zu sein. Die Frau wird verstoßen, kann sich nicht scheiden lassen; die Erbschaft, die eine Frau macht, ist nur halb so groß wie die eines Mannes.

Als ich in China war, haben alte Frauen, deren Füße wie Vogelkrallen waren, von ihren Müttern verstümmelt, damit sie den Männern gefallen und einen Gatten finden, gesagt: „Was für ein Glück für unsre Töchter, für unsere Enkelkinder! Durch die Revolution können die Frauen jetzt wieder normal laufen, außer Haus gehn, weil ihre Füße nicht mehr verkrüppelt sind.“ Der Erfolg der chinesischen Revolution war nach 1949 abhängig von der Befreiung der Frauen aus dem patriarchalischen Recht.

Im Zug einer religiösen Revolution hat im Iran von heute der Schleier heiligen Charakter: Der Schador muß die als erotisch angesehenen Körperpartien verdecken — das Haar, die Arme und die Beine —, denn die Frau soll nicht wegen ihrer körperlichen Vorzüge erwählt, sondern ihr Geist, ihre Kultur, ihre Intelligenz sollen gewürdigt werden. Das sind Argumente, die auch im Mund der mohammedanischen Frauen, die mit mir darüber reden, recht diskutabel klingen.

Aber hinter diesem Aufstand steckt etwas anderes: die Abneigung der persischen Frauen gegen ein mittelalterliches Kleidungsstück, das sie im gesellschaftlichen Leben behindert und sie unbeweglich macht wie in einem Panzer. Ich beobachte sie mitten im Basar von Teheran, wie sie Wunderleistungen an Balanceakten vollführen, um unter dem schwarzen Mantel die Pakete, die Einkaufstasche und die kleinen Kinder zu schleppen und gleichzeitig mit der anderen Hand den Schleier gegen das Gesicht zu drücken; sie zerren ihn in die Höhe, verbergen ihr Antlitz in einem Dreieck, das die Augen umrahmt.

Als der Schah den Schleier verbot — das erste Mal kam’s bereits 1930 dazu —, wollten die Frauen, die gegen diese Monarchie des Terrors Widerstand leisteten, das Almosen des Regimes nicht annehmen. Im Gegenteil, sie zogen sich den Schador mühselig genug wieder an, um zu beweisen, daß Reza Pahlevi doch immer noch ein Henker war und seine Frauenbewegung nur mit dem Nachäffen des Westens zusammenhing. Was die iranischen Partisaninnen wollten und das kam ganz klar bei meinen Gesprächen mit den Feministinnen heraus —, war, sich von diesen düsteren Samtmänteln zu befreien, sich aus freien Stücken bequemer zu kleiden, und das alles sollte zu einer Errungenschaft der Revolution werden, als integraler Bestandteil ihres Kampfes.

Sexuell erregende Hände

Im Iran gibt es zwei Millionen Arbeiterinnen, eine halbe Million weibliche Intellektuelle. Obwohl das geltende Gesetz eigentlich das des Propheten sein müßte, vor 14 Jahrhunderten oder so ausgetüftelt, sind die Frauen doch in die Arbeitswelt eingedrungen. In der Redaktion der Zeitung Kayan erklärt mir eine Typografin, es wäre ihr unmöglich, mit dem Schleier auf der Setzmaschine zu arbeiten. Eine Krankenschwester sagt: „Kranke pflegen — mit dem Schleier?“ Er würde infiziert werden und es ihr unmöglich machen, die Arme zu rühren.

„Der Schleier“, ermahnt mich der Mullah, ein Schwager von Khomeini, „muß alles bedecken, außer den Händen und den Füßen“, die unbedeckten Hände seien bereits ein Schritt der Liberalität, denn früher galt sogar die Haut der Frauenhand als Quelle der Erregung. So mußten die Frauen den Schleier mit der Geschicklichkeit von Tänzerinnen um den Kopf herum und hinaufziehen, während ihre Hand darunter blieb.

Viele fanatische Anhängerinnen des Korans, die ich in Ouôm sah, trugen auch noch wie in früheren Jahrhunderten eine Art dickes Moskitonetz, dessen paar Löcher den Atem heraus- und die Luft hineinlassen, vor dem Gesicht. Sie waren die einzigen, die es ablehnten, sich fotografieren zu lassen. Innerhalb des Hauses dürfen sie sich „ausziehen”, aber kaum hören sie eine männliche Stimme oder ein Klopfen an der Tür, so stürzen sie sich schon in den Schador wie in ein Schilderhäuschen.

Ein Arzt, Ali Karim, der in Paris studiert hat, erzählt mir, wie er als zwölfjähriger Junge versuchte, sich umzubringen, weil er die zweite Frau seines Vaters dabei ertappte, wie sie ohne Schleier zu einem Fremden sprach. Es gelang seinem Vater, ihn vom Selbstmord abzubringen, indem er ihm sagte: „Du würdest damit nicht ihr, der Frau, ein großes Leid antun, sondern mir selber.“

Daß der Schleier die Arbeit außer Haus verhindert, zeigt der Umstand, daß die Bäuerinnen im Norden des Landes, die die Felder bearbeiten, mit weiten Röcken bekleidet sind, in bequemen Blusen und mit unbedecktem Kopf gehn oder ein Baumwolltuch tragen.

„Als Khomeini nach Teheran zurückkam“, erzählt mir die Feministin Fatimah, „haben alle Frauen auf sein Wort gewartet. Alle waren wir Khomeini-Anhängerinnen, wir begriffen unsere Stellung als erstes Ziel für eine Befreiung des Landes. Doch der erste Angriff gegen uns kam von Shirazi, dem Ayatollah von Mashad: ‚Die Frauen können keine Richter sein, so wie es im Gesetz des Islam steht, denn sie sind zu gefühlvoll, schwach und weniger intelligent als der Mann.‘ Dann gab’s die Erklärung von Khomeini, es wurde dementiert und reduziert, was jedoch bleibt, ist: Die Bekleidung der mohammedanischen Frau ist der Schador.“

Kinderarbeit im Iran: Sie kriegen keinen Lohn, nur Kost und eventuell Quartier, arbeiten in stickigen Rumpelkammern und wärmen sich an der rußigen Petroleumflamme aus einer Blechschachtel

Frauen können nicht Kapitalistinnen werden

„Jede von uns“, sagt mir eine Rechtsanwältin, Khdienufi, Mitglied der Vereinigung berufstätiger Frauen des Iran, „war darauf vorbereitet, sich auf dieses Terrain zu begeben; aber aufs entgegengesetzte — das der Errungenschaften! Im Iran ist die Minderwertigkeit der Frau überall verankert. Es gibt das Problem des Erbrechts: Ein Mann erbt immer das Doppelte einer Frau. Beim Tod des Ehemanns kann die Erbschaft der Witwe in der Ausstattung, in Geld bestehen, aber nicht in unbeweglichen Gütern wie Grundstücken, Fabriken oder Häusern. Das wird alles unter den Kindern und Kindeskindern aufgeteilt, die Brüder kriegen dabei doppelt soviel wie die Schwestern. In der Realität bleibt die Witwe ohne eigenes Haus zurück. Wenn eine Frau sich scheiden läßt, verliert sie jedes Verfügungsrecht über ihre Kinder zugunsten des Ehemanns, und die Erziehung der kleineren Kinder obliegt dem Vater oder den Großvätern. Oft darf sie ihre eigenen Kinder gar nicht mehr sehen. Das gleiche ist der Fall, wenn sie verstoßen wird. Wenn das Gesetz auch sagt, der Mann, der auf die Kinder verzichtet und sie der Frau überläßt, müßte einen bestimmten Betrag für ihren Unterhalt zahlen, so ist in der Praxis keinerlei Strafe vorgesehen, falls es nicht eingehalten wird. Um eine Reise zu machen, braucht die Frau dafür die Erlaubnis ihres Ehemanns. Frauen jeden Alters können sich nicht verheiraten ohne die Zustimmung des Vaters. Ist der Vater nicht mehr am Leben, so muß die Erlaubnis von jener Person kommen, die die Erbschaft des Vaters angetreten hat. Der Schah hatte ein Ministerium für Frauenangelegenheiten errichtet — er folgte darin dem Beispiel Giscard d’Estaings — und ließ dann einen Gesetzesentwurf einreichen, das den Frauen die Scheidung gestattete. Und zwar in dem Sinn, daß die Frau beim Abschließen des Ehevertrags eine besondere Klausel einfügen lassen könnte. Aber laut Statistik haben nur zehn oder zwanzig von zweitausend Frauen, die die Scheidung wollten, sie auch bekommen. Was die Arbeit betrifft, so kann der Ehemann, wenn er meint, daß die Tätigkeit der Frau die Einheit der Familie zerstört, sich jederzeit ans Gericht wenden und die Ehefrau ins Haus zurückholen.“

Die Rechtsanwältin ist entrüstet über das Rundschreiben, welches den Frauen nunmehr verbietet, das Richteramt auszuüben. Dem Vertreter der Liga der Menschenrechte, Rechtsanwalt Abdul Lahidj, zufolge ist der Aufstand der Frauen gegen den Schleier vorbei: „Es wird keinen anderen mehr geben. Er hat aber eine Art Auftakt zu anderen Problemen gebildet, die zur allgemeinen Frage der Rechte der Frauen und ich möchte hinzufügen, der Menschenrechte überhaupt — auftauchen. Nach dem 10. März weiß die neue Regierung, daß sie mit den Frauen nicht spaßen kann. Nach so vielen Jahren der Diktatur wird das Volk keine neue mehr dulden.“

Fernsehdirektor zum Fürchten

Ich habe jedoch meine Zweifel an der Gültigkeit dieser Hoffnungen. Nun, soviel ich verstehe, während unsere Reise weitergeht, ist, daß „den Schleier anlegen“ bedeutet, sich öffentlich für die Religion auszusprechen, für die Republik des Islam. Ich besuche die Fernsehanstalt, um ihren Direktor, Ghobzedeh, zu interviewen; ein Mann zum Fürchten, ein fanatischer Muslim, der den Fernsehsprecherinnen wieder den Schleier übers Gesicht gezogen hat. Eifrig erklärt er: „Es kommt einem historischen Ereignis gleich, zum ersten Mal seit dem Bestehen des Fernsehens, daß Frauen in der religiösen Bekleidung des Islam auf dem Fernsehschirm erscheinen können.“ Ein schöner historischer Sieg! Ungerührt von meiner Ironie setzt er das übliche Gewäsch über die Verderbtheit des Westens fort.

Eine Programmansagerin des Fernsehens treffen wir auf dem Korridor. Wir ziehen sie beiseite, um mit ihr zu diskutieren; schließlich war sie eine der Frauen, die bei der Demonstration gegen den Schleier mitmachten. Wir fragen sie, was bei dieser Kundgebung passiert ist. „Die Frauen wie die Männer haben uns beschimpft. Ich muß sagen, daß wir früher nie Probleme hatten, wenn wir mit bloßem Kopf in den Basar gingen. Jetzt haben sie uns obszöne Beleidigungen ins Gesicht geschleudert — ‚Huren‘, und ‚Warum geht ihr nicht gleich ganz nackt?‘ Die Aggressionen waren enorm, das haben wir gemerkt, und sie waren nahe dran, gegen die Frauen gewalttätig zu werden, obwohl es mich selber nicht erwischt hat. Ich war zwar nie eine Feministin, aber ich glaube nicht, daß die Frage ‚Schleier ja oder nein‘ nur eine Kleinigkeit ist. Im Gegenteil, es ist eher ein gravierendes Zeichen dafür, was auf die Frauen zukommt diese ganze Minderwertigkeit, Benachteiligung. Das weibliche Gesicht ist jetzt aus dem persischen Fernsehen verschwunden. Die einzigen Frauen, die man sieht, tragen den Schleier des Islam, und sie sagen Fernsehprogramme für Kinder an.“ Gibt es noch andere Zeichen? „Ja. Ganz allgemein wird Druck ausgeübt. Man sagt uns: Warum tragt ihr nicht den Schleier? Das ist doch nur ein Stück Stoff, und er kann doch euren Status als Angestellte des Fernsehens nicht verändern.“ Und akzeptieren das die Angestellten? „Nein, oder sie tun’s aus lauter Verzweiflung. Wirklich, die Frauen, die nicht den Schleier tragen, haben meistens mit ihren Kollegen in den Untergrundorganisationen zusammengearbeitet, die sozusagen die Vorhut der Revolution bildeten, sie sind eingesperrt worden und haben auf einen Schlag die Revolution gemacht, und jetzt sagt man ihnen: Tragt wieder den Schleier!“ Ihr habt also das Gefühl, getäuscht und betrogen werden zu sein? „Ja. Das hätten wir nie gedacht, als wir Schulter an Schulter mit den Männern gekämpft haben und unser Leben aufs Spiel setzten.“

Männerscheidungen : Frauenscheidungen = 98 : 2

Erlaubt das Gesetz des Islam den Frauen die Scheidung? "Nein, aber die Frau kann darum bitten, daß ihr Recht auf Scheidung in den Ehevertrag aufgenommen wird.
Doch fast keine Frau getraut sich das auch zu tun.„Wenn eine Frau nicht will, daß ihr Ehemann eine andere Frau zu sich ins Haus nimmt — kann sie sich dem widersetzen?“Im Islam nicht. Der Polygamie gegenüber besitzt die Frau überhaupt kein Recht zur Verteidigung. Der Mann dagegen hat das Recht, vier legitime Ehefrauen zu nehmen, wenn er sie nur alle mit gleicher Liebe behandelt. Aber in Wirklichkeit ... geht und schaut es euch selber an! Im Jahr 1963 war gewisse Hoffnung, daß Frauen sich scheiden lassen können, es stellte sich aber bald heraus, daß nur 1,8 Prozent der Scheidungen auf Verlangen der Frauen zustande kamen."

Auch ohne Feministinnen zu sein, betrachten sich die Frauen heute in Teheran als Gefoppte, an der Nase herumgeführt, und die alten Frauen nicht minder. Eine sagt zu mir: „lch bin nicht für mich zur Demonstration gegangen, sondern für meine Töchter; ich will sie nicht zur Arbeit oder zum Studium gehn sehn mit diesem Schweißtuch am Leib!“ (Die Mullahs hier sagen nämlich: Für die ehrbare Frau gilt der Schleier vom zeugungsfähigen Alter an bis zum Tod — er ist ihr Schweißtuch.)

Nach der Revolution nimmt der Islam das patriarchalische Gesetz wieder fest in die Hand. Die hohen Priester, nun die politischen Führer des Landes, die machthabende Theokratie, die den Koran auslegt, werden nicht müde, uns bei allen Treffen die kühnsten Visionen vom Verhältnis zwischen Mann und Frau, wie’s im Koran geschrieben steht, vor Augen zu halten.

„Die Frau ist minderwertig, geringer als ich, so wie es der Prophet verkündet hat, und doch euch Frauen aus dem Westen überlegen, als Ergänzung des Mannes, oder nicht?“ Wir sagen, das sei ganz und gar nicht klar.

Chauvi Mohammed

Wir wiederholen es vor dem Ayatollah von Teheran, Taleghani, [1] 77 Jahre alt; er hat ein langes Kämpferleben hinter sich und einen langen grauen Bart, den er ständig nervös streicht. Er liegt auf einem kleinen Divan ausgestreckt und trinkt winzige Tassen Kaffee angesichts von uns 18 ungläubigen Frauen aus dem Westen, die auf dem Boden hocken. „Dem Koran zufolge“, sagt er, „ist es richtig, daß ein Mann mehrere Frauen nimmt. Es hängt nicht vom Reichtum ab, so wie ihr sagt, nein! Es hängt ab von seiner Fähigkeit, allen seinen Ehefrauen gegenüber gerecht zu sein.“

Aber wenn er sie schlecht behandelt wer kann ihn daran hindern, wer verurteilt ihn?

„Der Mann hat nicht das Recht, die Frau zu bestrafen, doch manchmal gibt es in der Frau gewisse Formen des Masochismus, derentwillen die Gattin die Gewalttätigkeit des Gatten liebt, oder die Aggressionen brechen beim Mann aus, wenn die Frau sich weigert, mit ihm zu schlafen. Das ist der einzige Fall, in dem Gewaltanwendung sein kann.“

Der Ayatollah beharrt auf dem „wissenschaftlichen“ Wert der Polygamie: „Warum Vielweiberei? Weil es eine unveränderte Tatsache in der Geschichte der Menschheit ist, daß die Zahl der Frauen immer größer als die der Männer ist. Deshalb halten wir es also für das erste Recht jeder Frau, einen Ehemann zu haben und Mutter zu werden; ein Mann für mehrere Frauen garantiert ihnen den Genuß dieses Rechts.“

„Aber was für ein Recht ist das”, ruft eine verheiratete Frau dazwischen, „sich einen Ehemann zu teilen, wie bei den Hühnern, um einen Hahn herum?“

Der Ayatollah unterbricht das Gespräch und sagt, er gehe eine Zeitlang beten. Dann kommt er zurück, beruhigt und gestärkt von Allah, und beschließt sein Gespräch mit uns folgendermaßen: „Wenn es einmal eine Gesellschaft geben wird, in der die Zahl der Männer und der Frauen gleich ist, müßte die Polygamie verschwinden. Gegenwärtig aber sind wir in erster Linie darum besorgt, wie ich schon sagte, die Rechte der Frauen als Gattinnen und Mütter zu verteidigen. Und ihr wollt sie dieser Rechte berauben, sie verdammen zu einem Leben als Prostituierte oder als Liebhaberinnen ?“ So wie im Westen ... das sagt er zwar nicht, doch es versteht sich von selbst.

Die Kehrseite der Medaille ist die freiwillige Sklaverei der Frauen, ihre fanatische Leidenschaft zur Unterwerfung unter die Vorschriften des Koran. Die Zustimmung der mohammedanischen Frauen für Khomeini, so wie es sich stets am Anfang totalitärer Herrschaft gezeigt hat, bildet das wahre populäre Fundament seiner Herrschaft. (...)

Der Ajatollah Mahmud Talegani betet zusammen mit 1 Million Perser auf dem Gelände der Teheraner Universität. Der Frauenfeind war das Idol aller Progressiven, inzwischen ist er gestorben

Die Moscheen sind Kommissariate

Ich sah ein Land, das endgültig in den Händen der Mullahs ist, sozusagen eine Mullarchie, eine absolute Theokratie, bei der zum ersten Mal in unserer Epoche die Basis religiöser Herrschaft einem mysteriösen Rat der Revolution überantwortet wurde; und alle wurden von maßgeblichen Persönlichkeiten des Islam aufgestellt, die auch schon eine Verfassung, die sie selbst ausarbeiteten, bereithalten sollen.

Die Revolutionsgerichte, von denen ich in Teheran etwas erfahre, sind ebenso sämtlich von Mullahs gebildet worden. Die Revolutionsräte, die neuen Organismen der Herrschaft, bestehen nur aus islamischen Mönchen und Priestern. Dort sind weder Arbeiter dabei noch Leute von der Linken, noch Frauen — sie alle gelten als verachtenswürdige Randfiguren und werden bisweilen gefürchtet wie die Pest.

in den Moscheen, die man in Kommissariate verwandelte, häufen sich die Waffen, Geld und Essen für die Armen werden verteilt, und man wählt die Richter für die Tribunale Allahs, die sogar die Todesstrafe verhängen können, und zwar in einem Schnellverfahren: sei’s für die Männer der gestürzten reaktionären Regierung, sei’s für Homosexuelle oder für andere, die die religiösen Gesetze brechen.

Es stimmt, während dieser letzten Tage haben die Hinrichtungen aufgehört, und zwar sowohl durch die Intervention des Premierministers als auch aus Furcht vor feindseligen Reaktionen bei den Wahlen zur islamischen Republik. Doch der Präsident der Liga für die Menschenrechte, den ich treffe, bekommt immer noch, wie er sagt, Hunderte Telegramme aus der Provinz, die von willkürlichen Inhaftierungen berichten. (...)

Ich verbrachte einen ganzen Tag in der heiligen Stadt Quôm; ein Besuch, der in politischer Hinsicht äußerst lehrreich war. Es gab eine Massenkundgebung, wie ein unüberschaubares Meer, deren Züge nicht nur religiös, sondern politisch waren. Die ganze Stadt war mit Aufschriften in Persisch und Englisch zugekleistert: „Khomeini — Führer der islamischen Republik!“ Der gleiche Slogan im rhythmischen Geschrei der Menschen, auf Transparente gemalt, auf Plakaten. In der Koran-Schule von Ouôm, der „Fezieh“, die allerhöchste Stelle, in der die Doktoren der islamischen Theologie ausgebildet werden, ist eine symbolische Abbildung des Ayatollah zu sehen. Er hält eine Fahne hoch, auf der geschrieben steht: „Geht mit der Partei Gottes, und Gott wird euch retten.“

Ein glückliches Volk überflutet die Moschee — die politische Befreiung von der Tyrannei des Schahs und die religiöse Anbetung gehen ineinander über. Aber vom Traum Khomeinis, seiner Islamisierung habe ich den Eindruck, daß er über den Iran hinausgeht, ja, daß er die ganze Welt umfaßt. In der Moschee zeigt eine leinwandgroße farbige Malerei Khomeini, wie er mit seinem einen Arm, der sich zu einer Landkarte des Iran verbreitet, den Koran in die Höhe hält: Der Schatten des Koran fällt auf die Welt der Ungläubigen, er legt sich über den Erdball, die wie eine richtige Weltkarte gezeichnet ist, mit Meridianen und genauen Grenzen. Und im Rücken von Khomeini geht sie auf ... die Sonne der Zukunft.

Als der Ayatollah auf dem Dach seines Hauses erscheint, erschüttert die Menge ein kehliger Schrei: „Es gibt keinen Gott außer Gott!“ Was auf persisch so klingt: „El ellah la Hallah.“ Dem Schrei antwortet die Geste der heiligen Hand Khomeinis, zart und sanft die Finger bewegend wie ein Klavierspieler oder ein Dirigent. ln der Tat — der unumstrittene Führer der Revolution ist er. Und immer, wenn ich fragte: „Warum Khomeini?”, antwortete man mir: „Weil sich keine Alternative gegen den Schah gezeigt hat, keine anderen politischen Kräfte. Die Linke hat nicht existiert oder beinahe nicht, oder sie war im Ausland, ihre Wurzeln befanden sich woanders.”

Kommunisten: „Fort mit uns!“

Und die „Tudeh“, die kommunistische Partei des Iran, die gerade erst ihre Lokale wieder geöffnet hat, vor kurzem erst ihre Parteizeitung Mardom erscheinen ließ?
Nun, diese Tudeh macht sich stark für die islamische Republik, unternimmt von sich aus eine Kampagne und ruft dazu auf, blindlings dafür zu stimmen. Aus der kommunistischen Zeitung übersetzt man mir folgenden Satz: „Die iranische Revolution ist eine Revolution des Volkes mit religiöser Tendenz, und eine Revolution des Volkes wird immer vom Volke sein.“ Was für ein tadelloser Syllogismus! Nebenbei bemerkt, gilt die Tudeh-Partei den Anhängern des Islam als eine Partei im Dienste des Auslands, will sagen: der Sowjetunion.

Inzwischen sollen sich unter dem Konsens und der Begeisterung für Khomeini auch viele Elemente des Widerspruchs rühren: Die Zahl der Arbeiter ist nicht klein, die sich weigern, ihre Arbeit in den Erdölraffinerien wieder aufzunehmen, wenn sie auch zum Großteil gelähmt, bewegungsunfähig gemacht sind, weil sie sich so wie die Frauen verraten und betrogen vorkommen. Für den Islam gibt es keine Arbeiterklasse; Reiche und Arme gelten gleich viel im klassenlosen Reich des Koran.

Während meines Besuchs beim Ayatollah Khomeini hat es den Anschein, als ob die neue soziale Administration des Islam nicht allzu verschieden von der sei, die noch in Beispielen überliefert ist: die Administration des Propheten Ali. Was sich durch diese Zimmerchen wälzt, die streng separiert sind — von der einen Seite die Frauen, von der andern Seite die Männer, in langen Reihen auf dem Boden kauernd — ist nichts anderes als eine endlose Schlange von „Klienten“. Der Islam ist ja auch eine riesenhafte soziale Klientel.

Regieren mittels Bakschisch & Bittschrift

Die Frauen, die Männer übergeben den Priestern, die hinter kleinen Tischchen sitzen, ihre Bittschriften und Gesuche oder kommen, um von ihren Sorgen zu erzählen: Der eine sucht Arbeit, der andre hat keine Wohnung, ein dritter möchte ein Mädchen heiraten. Sie bitten um Rat, Hilfe, Geld. Eine Mutter weint, während sie uns die zwei Fotos ihrer Söhne zeigt, die von der Polizei des Schahs ermordet wurden. Sie hat niemanden mehr, der sie erhält, sie blieb allein. Von der Gerechtigkeit der Mullahs erwartet sie sich was zu essen. Es gelingt mir, auf ein Dach zu klettern; von dort aus bemerke ich in einem Zimmer eine weiße Lawine an Briefen, die offensichtlich aus dem ganzen Land hier ankommen: Darin wird um soziale Gerechtigkeit gebeten, um Arbeit, um irgendwas zum Leben.

Tiefes Erstaunen breitet sich in uns aus angesichts dieses absoluten Mangels an gesellschaftlicher und politischer Strukturierung: Gewerkschaften, soziale Organismen, Altersvorsorge, Pensionistenheime, all das, woraus sich das dichte Netz unseres demokratisch-institutionellen Dschungels zusammensetzt — von alldem existiert hier nichts. Partei, Religion, Gewerkschaften, Institutionen und so weiter — alles ist in den Priestern zusammengefaßt. Die Mullahs sind übrigens auch Großgrundbesitzer. Der Islam ist ja sehr reich, an Geld wie an Grund und Boden. Die Priester verwalten ihre Gläubigen, die gleichzeitig die Massen sind, die für sie arbeiten — wie’s der sozialen Gerechtigkeit entspricht, die die Gesetze des Korans regiert.

Was die reichen Grundbesitzer anlangt, so sehe ich sie von allen Seiten daherkommen, um Geld abzuliefern. Sie begeben sich in die Moscheen und in die Häuser der Ayatollahs und spenden dabei Geldbeträge, die manchmal auch sehr hoch sind, denn die Mullahs machen davon den besten Gebrauch, um das Volk aus dem Elend zu heben.

In der Richtung nach Quôm bestehen die Karawanen aus großen Luxusautos und aus armseligen Karren, doch alle gemeinsam die Männer, tief in die Polster ihres Cadillac versunken, wie die Männer auf dem Rücken der Tiere — aus Ehrerbietung vor dem Koran, der sie alle einträchtig vereint sehn möchte. In dieser Atmosphäre ist unser Besuch beim Ayatollah, ein Besuch von Frauen aus dem Westen, ein verblüffendes Ereignis für die Menge.

Khomeini hat keine Zeit für Antworten

Der Imam empfängt eine Delegation von Frauen, die nur ein gewöhnliches Kopftuch tragen! Und nicht nur das. Diese Delegation legt ihm noch dazu einen langen Katalog an Fragen vor, die sich beziehen auf seine Erklärungen zum Schador; seine Stellung zum Problem der verfassungsmäßig garantierten Gleichberechtigung der Frauen; zum Problem des Erbrechts; zum Ausschluß der Frauen aus der Gerichtsbarkeit; zur Verfolgung von Homosexuellen; zur Freiheit, nichtmohammedanische Vereinigungen von Frauen zu bilden und darin tätig zu sein; und schließlich zur Pressefreiheit. Diese Fragen wurden ihm in arabischer Übersetzung von seinen emsigen Sekretären gebracht und vorgelegt.

Der Schwiegersohn Khomeinis, von mächtiger Statur und ebensolchem Bart, verkündet uns danach: „Er wird euch empfangen. Aber er hat keine Zeit zum Antworten, er gibt niemandem Antwort, noch nie hat er eine Delegation von Frauen empfangen. Des Ayatollah Minuten für seine Arbeit sind gezählt; er verzichtet auf das Fernsehn, und nur hie und da hört er Radio.“ Diese letzte Bemerkung macht er vielleicht, um uns zu sagen, daß die Loslösung des Ayatollah von irdischen Dingen, die Massenmedien eingeschlossen, vollständig ist.

So ist er vor uns erschienen wie ein Gott, hat ein ebenso wohlwollendes wie allgemein gehaltenes Grußwort an uns gerichtet, das keinerlei Anspielung auf die Frauen enthielt, hat uns für unseren Besuch an der Seite des gemarterten iranischen Volkes gedankt und bat uns, es bei seinem Wiederaufbau zu begleiten. Danach verschwand er, genau wie eine himmlische Erscheinung, unter sein Gefolge aus betriebsamen Sekretären, Mullahs, Würdenträgern und erlauchten Leuten der herrschenden neuen religiösen Klasse. Wir haben bloß ein Foto als Andenken, das die Iranerinnen wohl niemals zu Gesicht bekommen werden, denn ich bezweifle, daß die Presse es in Teheran publiziert, wo die Zeitungen bereits alle unter der Kontrolle der islamischen Komitees sind.

Khomeini-Gardist, damals noch mit Nelke im Rohr, jetzt auf Kurden schießend

Die Ayatollen

In Quôm sah ich die Frauen, für die diese Forschungsreise gedacht war, in einer anderen Dimension, und in keiner feministischen: Frauen in Ekstase, in Anbetung, Zärtlichkeit und Fanatismus ausschwitzend, eingehüllt bis zur Nasenspitze in schwarzem Stoff: Gehorsam, Verehrung, absolute Unterwerfung unter den Ayatollah wie bei einem lebendigen Gott, Vater und Gatte in einem, der große Beschützer des patriarchalischen Rechts, der den Frauen gestatten wird, sich zu verheiraten und Kinder zu kriegen, entsprechend dem Koran. Dies ist das andere Gesicht des Feminismus; während der eine ein Minderheitenphänomen ist, ist die Verehrung der Frauen für Khomeini ein Phänomen der Mehrheit. Ich merkte das während der Gespräche, die ich mit Studentinnen innerhalb der Universität von Teheran aufnahm.

Sie laden mich in ein Lokal ein, wo die Mädchen ihren langen Marsch in die Wüste vorbereiten, um die Republik des Islam auf dem Lande zu predigen. Die Bauern beherbergen sie und geben ihnen zu essen. Auf dem Boden türmen sich die sogenannten „Haar-Säcke“ (oder sagt man besser „AntiHaar-Säcke“, wenn man diese Abneigung gegen die Obszönität der Haare sah, wie „Schlangen der Medusa“ ...). Es sind nicht die roten, sondern die schwarzen Wächterinnen der islamischen Revolution. Das ist der Wahlkampf für Allah. Gleichzeitig Feuereifer, Fanatismus und religiöse Ausbildung. Am Eingang zur Universität sah ich ein paar Broschüren von Lenin und Trotzki und einige schöne Poster von Ché Guevara. Das ist alles. Der Haß auf die „Roten“ — noch dazu bedeutet der rote Zettel bei der Wahl eine Stimme gegen die islamische Republik —, ich spüre ihn überall und manchmal wie eine Mauer.

„Wir nehmen dran teil als religiöse Frauen“, sagt Najda zu mir, „die Religion erlaubt uns, was unsere Hoffnung ist. Wieso? Weil es so ist.“

Die Integriertheit der mohammedanischen Frauen wird von den anderen Frauen, die zusammen mit ihnen gekämpft und ihre Haut riskiert haben, um sich vom Schah zu befreien, abgelehnt als das Schicksal von Sündenböcken. Sie versichern, daß alle, die gegen den Schador demonstrierten, Konterrevolutionärinnen waren. „Es gibt eine Million Konterrevolutionäre im Iran!“ — „Ihr Frauen aus dem Westen“, wirft eine Physikstudentin ein, „könnt das nicht verstehn. Der Westen behandelt die Frau wie ein Sexualobjekt. ihr seid daran gewöhnt. Wir nicht. Ihr müßt den Koran studieren, den einzigen religiösen Text, der die höchste Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau anerkennt.“ Sie können jedoch nie erklären, wieso.

Oder jene, die’s erklären, sind die offiziellen Predigerinnen der neuen herrschenden Klasse, die Töchter von Bazargan und des Ayatollah Taleghani, die man in der vor kurzem gegründeten Vereinigung der Frauen des Iran besuchen kann. Auch unter ihnen gibt es Akademikerinnen, Intellektuelle. „Der Islam ist die einzige Ideologie, worin der Mann und die Frau gleiche Rechte haben“, versichern sie mit Nachdruck. Der Imam hat gar nichts über den Schador gesagt. Er habe lediglich empfohlen, sich zu verhüllen: „Es ist der Komplott des Westens, der daraus eine große Sache macht. Hier ist sie überhaupt nicht wichtig. Der Westen möchte, daß unsere Revolution fehlschlägt. Die Gesetze des Islam wurden zugunsten sogenannter modernerer Gesetze aufgegeben, die jedoch in der Praxis nicht funktionierten. Wir wollen zu den Gesetzen des Islam zurückkehren, denn der Islam bevorzugt die Entfaltung des Geistes vor dem Körper, und Mann und Frau ergänzen einander, wie das die gesamte Geschichte des Islam beweist, die immer fortschrittlich war, was das eheliche Paar betrifft, so wie zwischen Mohammed und Fatima.“

Religionsweltkrieg?

Kurz gesagt — was einem auf Schritt und Tritt begegnet, ist, daß die Frauen einfach auf ihre Fortpflanzungsfunktion zurückgepfiffen werden, die als ihr erstes Recht definiert wird. Ihr Recht ist, einen Ehemann zu haben, ein Besitz, der gelegentlich mit einem Harem zu teilen ist. Während ich den Iran verlasse, denke ich, daß die persischen Feministinnen, die es wagten, gegen diese religiöse Theokratie aufzutreten, einen Protest setzten, der den europäischen oder amerikanischen Feminismus weit übertrifft. Daraus könnte ein Widerstand gegen alles Autoritäre, gegen den Personenkult, den religiösen Absolutismus überhaupt erwachsen.

Neben der Bewunderung für ein Volk, das mit nackten Fäusten eine Tyrannenherrschaft zerbrochen hat, lebt in uns das Entsetzen vor einer „Rückkehr des, Göttlichen“ auf die Erde, begleitet von einem religiösen Obskurantismus‚ der voller Drohungen steckt.

Der Westen ist weit weg. Für die islamischen Revolutionäre ist er der Rand der Welt, verderbt und voll Dekadenz, wie vor dem Untergang Byzanz’ oder des Römischen Reiches. Wir sind Zeugen der unglaublichsten ideologischen Wiedererweckung, die sich gegen den Westen richtet: gegen seine Demokratie, aber auch gegen seine revolutionären Theorien; gegen seinen Liberalismus, aber auch gegen seine sozialistischen Projekte.

Paris, 31. März 1979

[1Dieser „fortschrittliche“ Ayatollah, der Schutzheilige der Linken, starb Anfang September an Herzversagen

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Erstveröffentlichung im FORVM:
September
1979
No. 309/310, Seite 32
Autor/inn/en:

Maria Antonietta Macciocchi: Geboren 1922 in Isola del Liri, gestorben 2007 in Rom. Journalistin, Schriftstellerin, Feministin und Politikerin. 1968 als Kandidatin der Kommunistischen Partei in das italienische Parlament gewählt, 1979 als Kandidatin der Radikalen Partei in das Europäische Parlament.

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