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Reinhard Urbach

Geboren 1939, lebt in Wien als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Österr. Gesellschaft für Literatur. In der Reihe „Friedrich, Dramatiker des Welttheaters“, Velber, erschien von ihm der Band „Arthur Schnitzler“.

Beiträge

Reinhard Urbach
Kritisches Lexikon

Dominik Steiger

No. 217
Januar
1972

Reinhard Urbach
Kritisches Lexikon

Wolfgang Hutter

No. 214/I/II
Oktober
1971

Reinhard Urbach

Süßer Status quo

No. 203/II
November
1970

Reinhard Urbach
Kritisches Lexikon — Literatur

Erich Fried

No. 202/I
Oktober
1970

Reinhard Urbach
Kritisches Lexikon: Literatur

Friederike Mayröcker

No. 200/201
August
1970

Reinhard Urbach

Aus dem Elfenbeinturm — und retour

No. 194/I
Februar
1970

Reinhard Urbach

Teil und Gegenteil

No. 179-180
November
1968

Arthur Schnitzler: Jugend in Wien, Eine Autobiographie. Herausgegeben von Therese Nidil und Heinrich Schnitzler. Mit einem Nachwort von Friedrich Torberg, Wien-München-Zürich, 1968.

Reinhard Priessnitz • Reinhard Urbach

Die trockene Wissenschaft

Germanistica
No. 174-175
Juni
1968

Reinhard Urbach (Übersetzung) • Dsiga Wertow

WIR

Manifest über die Entwaffnung der theatralischen Kinematographie
No. 166
Oktober
1967

Dsiga Wertow (1896-1954) gehört zu den bedeutendsten sowjetischen Filmregisseuren neben Eisenstein, Dowschenko, Pudowkin. Seine Filmtheorien sind bis heute von unverminderter Aktualität. Sein Hauptanliegen war der „Nichtspielfilm“, der Film ohne erfundene Handlung. Seine Montagetechnik wird heute z. (...)

Reinhard Urbach bei Wikipedia

Reinhard Urbach (* 12. November 1939 in Weimar, Thüringen) ist ein österreichischer Literatur- und Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Theaterleiter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhard Urbach studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an den Universitäten in Köln, Bonn und Wien, wo er seit 1964 lebt. Von seinem Professor Richard Alewyn, bei dem er über Arthur Schnitzler diplomierte, wurde er an dessen Sohn Heinrich Schnitzler nach Wien vermittelt. 1968 veröffentlichte er die erste wissenschaftliche Monografie über Arthur Schnitzler der Nachkriegszeit und war damit Teil der Renaissance des Autors.[1] Von 1968 bis 1975 war er Mitarbeiter der Österreichischen Gesellschaft für Literatur. Seine Promotion über Arthur Schnitzlers Stück Der grüne Kakadu wurde 1975 an der Universität Wien angenommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich bereits mehr als ein Jahrzehnt mit Schnitzler beschäftigt und aus der seither andauernden Beschäftigung mit dem Wiener Autor entstanden mehrere Editionen und Sekundärliteraturwerke, die ihn zu einem der zentralen Kenner Schnitzlers werden ließen. Er unternahm ab 1970 Vortragsreisen und hatte verschiedene Gastprofessuren inne. Im Jahr 1975 gründete er als Literaturreferent des Kulturamts der Stadt Wien das Literarische Quartier in der Alten Schmiede. Er war von 1979 bis 1986 Chefdramaturg des Burgtheater. Seiner Initiative entstammte die Veranstaltungsreihe Literatur im März. Von 1988 bis 2002 leitete er Leiter das Theater der Jugend. Ab 1990 lehrte er am Institut für Theaterwissenschaft in Wien. 2004 wurde ihm die „Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold“ verliehen.[2]

Neben der regen Publikationstätigkeit zu Schnitzler ist er Verfasser mehrerer Publikationen zur österreichischen Literatur- und Theatergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Ferdinand Raimund, Johann Nestroy und andere).

In seinem Besitz findet sich ein Teilnachlass von Otto Soyka.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arthur Schnitzler. (= Friedrichs Dramatiker des Welttheaters. Band 56). Friedrich, Velber bei Hannover 1968. (zweite Auflage 1976, Taschenbuch: dtv 1977)
  • Die Wiener Komödie und ihr Publikum. Stranitzky und die Folgen. Jugend und Volk, Wien/ München 1973.
  • Schnitzler-Kommentar zu den erzählenden Schriften und dramatischen Werke. Winkler, München 1974, ISBN 3-538-07017-2. (online)
  • Schauspieler und Gesellschaft im Werk Arthur Schnitzlers. Untersuchungen zur dramaturgischen Durchführung, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte des „Grünen Kakadu“. Dissertation. Universität Wien, 1975.
  • Nestroy, Stich- und Schlagworte. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-458-01970-7.
  • mit Otto Breicha (Hrsg.): Österreich zum Beispiel. Literatur, Bildende Kunst, Film und Musik seit 1968. Residenz-Verlag, Salzburg, Wien 1982.
  • Burgtheater Wien 1776–1986, Ebenbild und Widerspruch. Zweihundert und zehn 10 Jahre. Hrsg. von R. U. und Achim Benning. Gestaltet von Christine de Grancy und Monika Gilsing. Anton Schroll, Wien 1986, ISBN 3-7031-0623-9.
  • Von Jandl weg auf Jandl zu. 47 Begegnungen und Überlegungen. Czernin, Wien 2009, ISBN 978-3-7076-0304-0.
  • R. U., Evelyne Polt-Heinzl u. Konstanze Fliedl: Schnitzlers Sprachen der Liebe.(= Wiener Vorlesungen. 147). Picus, Wien 2010.

Texte von Arthur Schnitzler, herausgegeben von Reinhard Urbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roman-Fragment. In: Literatur und Kritik. 13, 1967, S. 135–183.
  • Briefe zur Politik. Zusammengestellt von R. U., In: Neues Forum. Internationale Zeitung für Dialog. 15, 178, 1968, S. 677–680.
  • Karl Kraus und Arthur Schnitzler. Eine Dokumentation. In: Literatur und Kritik. 49, Oktober 1970, S. 513–530.
  • Arthur Schnitzler, Franz Nabl: Briefwechsel. In: Studium Generale. 24, 1971, S. 1256–1270.
  • Notizen zu Lektüre und Theaterbesuchen (1879–1927). In: Modern Austrian Literature. Jg. 6, H. 3/4, 1973, S. 7–39.
  • Arthur Schnitzler, Richard Schaukal: Briefwechsel (1900–1902). In: Modern Austrian Literature. Jg. 8, H, 3/4, 1975, S. 15–42.
  • Über Psychoanalyse. In: Protokolle. H. 2, 1976, S. 277–289.
  • Ein bisher unbekannter Brief Arthur Schnitzlers an Otto Brahm. In: Modern Austrian Literature. Jg. 10, H. 3/4, 1977, S. 19–21.
  • Entworfenes und Verworfenes. Aus dem Nachlaß. Hrsg. v. R. U. S. Fischer, Frankfurt am Main 1977.
  • Ihre liebenswürdige Anfrage zu beantworten. Briefe zum Reigen. In: Ver Sacrum. Neue Hefte für Kunst und Literatur. 1974, S. 36–43.
  • Tagebuch 1879–1931. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, … und Reinhard Urbach hg. von der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 10 Bände. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1981–2000. (austriaca.at)
  • Das weite Land. Tragikomödie in fünf Akten. Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-018161-4.
  • Professor Bernhardi. Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-018386-1.

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schwätzer sind Verbrecher“. Bemerkungen zu Schnitzlers Dramenfragment „Das Wort“. In: Text + Kritik. 3, 1968, S. 293–304.
  • Leibhaftiges Dilemma der Jahrhundertwende. Bemerkungen zu Richard Schaukal. In: Neue Zürcher Zeitung. 26./27. April 1975, S. 57.
  • Heinrich Schnitzler – 75 Jahre. In: Modern Austrian Literature. Jg. 10, Nr. 3/4, Arthur Schnitzler Sonderheft, 1977, S. 1–18.
  • Ein Stück Entwicklungsgeschichte zum Thema „Ehe“. Zur Entstehung von Arthur Schnitzlers „Stunde des Erkennens“. In: Neue Zürcher Zeitung. 13./14 Februar 1982, S. 67–68.
  • Otto Soyka – Biographie. In: Bibliographisches Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur. (56. Erg.-Lieferung Januar 1999). Corian-Verlag Heinrich Wimmer, Meitingen 1999, S. 1–9.
  • Arthur Schnitzler. Das weite Land. Genia. Lesarten und Sichtweisen. Anmerkungen zu einer spekulativen Dramaturgie. In: Jörg Sader, Anette Wörner (Hrsg.): Überschreitungen. Dialoge zwischen Literatur- und Theaterwissenschaft, Architektur und Bildender Kunst. Festschrift für Leonhard M. Fiedler zum 60. Geburtstag. Königshausen & Neumann, Würzburg 2002, S. 127–137.
  • Schnitzlers Anfänge. Was Anatol wollen soll. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Jg. 33, H. 1, 2008, S. 101–154.
  • „an der Wand Majas Bild in ganzer Figur“. Hermann Bahrs Bilderdienst in seinen Theaterstücken. In: Susanne Hochreiter u. a..: Ein Zoll Dankfest. Texte für die Germanistik. Konstanze Fliedl zum 60. Geburtstag. Königshausen & Neumann, Würzburg 2015, S. 117–122.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard Urbach: „Immer im Protest“ «  Wolfgang Freitag: Fotografie und Text. Abgerufen am 17. Juni 2018 (deutsch).
  2. Presse-Service: Archivmeldung: Ignaz Kirchner, Reinhard Urbach und Rainer Moritz ausgezeichnet. In: Presseservice der Stadt Wien. 8. November 2004 (wien.gv.at [abgerufen am 15. Juni 2018]).

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