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Mircea Dinescu

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Mircea Dinescu • Eva Roventa-Gressel (Übersetzung) • Ulli Stadler

Wigalaweia Bucureştina

No. 448-450
Mai
1991

Mit Mircea Dinescu, Lyriker, Präsident des rumänischen Schriftstellerverbandes — er war es, der im rumänischen Fernsehen seinerzeit die Botschaft vom Sturz Ceausescus verkündet hatte — sprachen Ulrike Stadler und Eva Roventa-Gressel, die auch die Übersetzung besorgt hat, am Freitag, dem 29. März, in (...)

Mircea Dinescu bei Wikipedia

Mircea Dinescu (* 11. November 1950 in Slobozia) ist ein rumänischer Schriftsteller, Redakteur und Bürgerrechtler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn seiner literarischen Karriere wurde Dinescu als großes Talent gefeiert („Rumänischer Majakowski“). Für seine Gedichtbände erhielt er 1971, 1976, 1981 und 1986 je den Preis des rumänischen Schriftstellerverbandes, darüber hinaus 1978 den Eminescu-Preis der Rumänischen Akademie und 1989 den Poetry International Award aus den Niederlanden.

Ob seiner gesellschaftskritischen Haltung wurde er bald zum Enfant terrible und fiel später beim Regime Nicolae Ceaușescus in Ungnade. Im Jahre 1985 erhielt er Publikationsverbot. Als die französische Zeitung Libération im März 1989 ein Interview mit ihm abdruckte, verlor er zudem seine Arbeit als Redakteur bei der Zeitschrift România literară des rumänischen Schriftstellerverbandes und wurde unter Hausarrest gestellt.

Als Stimme der Opposition war er maßgeblich in die revolutionären Bestrebungen gegen Ceaușescu eingebunden. Am 22. Dezember 1989 verkündete er vom Balkon des Präsidentenpalastes den erfolgreichen Sturz der Diktatur. Nach der rumänischen Revolution wurde er Mitglied des Rates der Front der Nationalen Rettung und hatte von 1990 bis 1996 das Amt des Präsidenten des rumänischen Schriftstellerverbandes inne. Im Jahre 1991 wurde er Ehrenbürger der Universität Augsburg. Er gehört zu den einflussreichsten Schriftstellern Rumäniens.

2005 war Dinescu mit Cristian Tudor Popescu Mitbegründer der Zeitung Gândul.[1]

Dinescu besitzt ein Restaurant in Bukarest und moderiert im Fernsehsender TVR 1 die Sendung Politică și delicatețuri, in der er mit einem prominenten Gast kocht und diskutiert.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke in rumänischer Sprache (Auswahl):

  • Proprietarul de poduri (1976)
  • La dispoziția dumneavoastră (1979)
  • Democrația naturii (1981)
  • Exil pe-o boabă de piper (1983)
  • Rimbaud negustorul (1986)
  • Pamflete vesele și triste, 1990–1996 (1996)
  • O beție cu Marx (1996)
  • Corijent la cele sfinte (2004)
  • Cele mai frumoase, 101 poezii (2006)
  • Femeile din secolul trecut (2010)

Werke in deutscher Übersetzung:

  • Gedichte (1982)
  • Exil im Pfefferkorn (1989)
  • Ein Maulkorb fürs Gras (1990)
  • Lyrik, Revolution und das neue Europa. Ansprachen und Texte anläßlich der Verleihung der Akademischen Ehrenbürgerwürde der Universität Augsburg. 1991.
  • Mircea Dinescu, Dichter und Bürgerrechtler: Neue Gedichte, Dokumente, Analysen (2. Aufl. 1994)
  • Ich bin der Besitzer der Brücken... Gedichte (1997)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dinescu, Mircea. In: Der Brockhaus, Literatur. 2. Auflage. Mannheim 2004, ISBN 3-7653-0351-8.
  • Mircea Dinescu: Exil im Pfefferkorn. 1. Auflage. Suhrkamp, 1989, ISBN 3-518-11589-8. „Autoreninformationen“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. inescu: Vintu a dorit sa cumpere Gandul, CTP s-a impotrivit, ziare.com 13. Oktober 2012.
  2. Mircea Dinescu, TVR1

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