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Hannes Androsch

Beiträge

Hannes Androsch

Tretauto mit Sportkarosserie

No. 171-172
März
1968

Hannes Androsch • Gerlinde Bergbauer • Paul Blau • Ernest Borneman • Willy Brandt • Fritz Csoklich • Milo Dor • Heinrich Drimmel • Hermann Dworczak • Gottfried von Einem • Iring Fetscher • Heinz Fischer • Paul Flora • Peter Glotz • Leopold Gratz • Willfried Gredler • Peter Huemer • Leopold Kohr • Bruno Kreisky • Ferdinand Lacina • Freda Meissner-Blau • Erika Pluhar • Franz Taucher • Leopold Wagner • Helmut Zilk

Hundert Worte Sozialismus

No. 375-378
Juni
1985

Das FORVM hat seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert. Aber nicht in der Redaktion und nicht in einem Jubiläumsheft, sondern in der Au bei Hainburg. Trotzdem — oder vielleicht gerade deshalb — war uns dieses Datum Anlaß eines Begriffes zu gedenken, über den sich diese Zeitschrift und ihre Autoren (...)

Hannes Androsch

Ökonomische Sicherheitspolitik in Europa

No. 430/431
November
1989

Dringenden Handlungsbedarf und wunderbare Initiativmöglichkeiten für Österreich sieht dessen ehemaliger Finanzminister etc., jetzige Berater der ungarischen Regierung und FORVM-Autor seit 1968. Wir stellen seine Überlegungen mit Vergnügen zur (...)

Hannes Androsch

Die weltwirtschaftliche Herausforderung*

No. 440A
Juli
1990

Entwicklungslinien‚ Perspektiven, Probleme — Was tun.

Hannes Androsch

Die weltwirtschaftliche Herausforderung*

No. 439-441
Juli
1990

Entwicklungslinien, Perspektiven, Probleme — Was tun.

Beiträge zu Hannes Androsch

Adalbert Evers

Zwischen Verstaatlichung und Wiedereinbürgerung

Die politische Kultur Österreichs und ihrer Intellektuellen aus ausländischer Perspektive
No. 361/363
März
1984

Ihr Intellektuellen wir

Hannes Androsch bei Wikipedia

Hannes Androsch (2013)

Hannes Androsch (* 18. April 1938 in Wien) ist ein österreichischer Unternehmer sowie ehemaliger Politiker (SPÖ) und ehemaliger Steuerberater.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Matura 1956 studierte Hannes Androsch an der Hochschule für Welthandel in Wien. 1959 erwarb er sein Diplom, 1969 erfolgte die Promotion.[1] Ab 1966 war Androsch als Steuerberater und ab 1968 als Wirtschaftsprüfer tätig. 1970 gründete Androsch die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Consultatio in Wien-Floridsdorf und führte sie mit dem Witwenfortbetrieb seiner Mutter zusammen.

Androsch war von 1967 bis 1981 Abgeordneter zum Nationalrat, von 1970 bis 1981 österreichischer Finanzminister und zusätzlich von 1976 bis 1981 Vizekanzler unter Bruno Kreisky. Der „aufstrebende Jungstar“, bereits mit 32 Jahren Minister geworden, und der „Sonnenkönig“ (so die Medien über die beiden Politiker) waren oft unterschiedlicher Meinung. Androsch und seine Freunde hätten Kreisky gern als Bundespräsidenten und Androsch als Bundeskanzler gesehen; Kreisky und seine Freunde wollten den gefährlichen Konkurrenten ausschalten, mussten aber seine Popularität fürchten.

Letztlich nahm Kreisky an einer Situation Anstoß, die schon über zehn Jahre lang bestand: Der Finanzminister war zugleich Inhaber bzw. Teilhaber einer Steuerberatungskanzlei, die unter anderem Aufträge staatseigener Unternehmen erhielt. Man machte nun Unvereinbarkeit geltend: Androsch musste 1980 alle seine politischen Funktionen zurücklegen.[2]

Daraufhin bekleidete Androsch von 1981 bis 1988 das Amt des Generaldirektors der damals im Staatseigentum befindlichen Creditanstalt. 1988 war er Konsulent der Weltbank. Erst nach 1980 kam es zur Aufnahme von gerichtlichen Erhebungen wegen länger zurückliegender finanzieller Unklarheiten und zur Anklage wegen privater Schwarzgeldkonten Androschs. Seine Angabe, sein reicher Wahlonkel Gustav Steiner habe ihm viel Geld zur Verfügung gestellt, erwies sich nicht als tragfähig: Androsch wurde nach einem langen Gerichtsverfahren, welches sämtliche Instanzen durchlaufen hatte, schließlich rechtskräftig wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Zusätzlich wurde er 1988 in der Folge des AKH-Skandals verurteilt.[3] In der Folge verlor er auch sein Amt bei der CA.[2][4]

Seit 1989 ist Androsch Geschäftsführender Gesellschafter der AIC-Androsch International Consulting und seit 1997 Miteigentümer der Salinen Beteiligungs GmbH und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salinen Austria AG (ehemals Österreichische Salinen AG). Seit 1994 ist er Miteigentümer von AT & S, Europas größtem Leiterplattenhersteller, dessen Aufsichtsratsvorsitzender er auch ist. Weiters ist Androsch auch Aufsichtsratsvorsitzender bei bwin, wo er auch eine Beteiligung hält. In seiner zweiten Karriere als Industrieller ist Androsch überaus erfolgreich, weiterhin prominent und allgemein anerkannt. Als ehemaliger Politiker wird er von den Medien auch immer wieder zur aktuellen politischen Lage Österreichs befragt.

2003 wurde er Vorsitzender des Universitätsrates der Montanuniversität Leoben. 2004 erfolgte die Errichtung der „Stiftung Hannes Androsch bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften“. Am 20. Oktober 2008 erhält er als Würdigung ob seiner Verdienste um die Akademie den von ihr neu geschaffenen Ehrenring. Seit 11. November ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft. Am 21. Oktober 2010 wurde Androsch zum Vorsitzenden des Rates für Forschung und Technologieentwicklung gewählt.[5]

Androsch ist Präsident des Vereines „Bildungsinitiative für die Zukunft“, der im November 2011 das Volksbegehren Bildungsinitiative betrieb.

Familiäres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hannes Androsch ist seit 1964 mit der Juristin Brigitte, geb. Schärf (eine Großnichte des früheren Bundespräsidenten Adolf Schärf), verheiratet.[2] Das Paar hat zwei Töchter: die Schauspielerin Claudia (* 1964) und Natascha (* 1968). Mit der Wirtschaftspsychologin Claudia Rothschedl hat er einen Sohn, Gregor (* 1997). Hannes Androsch lebt in Wien und Altaussee.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orden und Ehrenzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Staat, Steuern, Gesellschaft - Wirtschaftspolitik als Gesellschaftspolitik in der Welt von morgen", 1978
  • "Die politische Ökonomie der österreichischen Währung", 1985
  • "Die Sozialversicherung, die private Lebensversicherung und die Banken als komplementäre Träger der Eigenvorsorge", 1986
  • "Auf der Suche nach Identität. Österreich-Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Eine Synthese der Widersprüche", 1988
  • "Investitionsleitfaden Osteuropa. Eine Jahrhundertchance", 1996
  • "Der Stand der Dinge", 2000
  • "Warum Österreich so ist, wie es ist. Eine Synthese aus Widersprüchen", 2003
  • "Europa: Weshalb es so nicht weitergehen kann", 2005
  • "Das Ende der Bequemlichkeit - 7 Thesen zur Zukunft Österreichs", 2013
  • Niemals aufgeben: Lebensbilanz und Ausblick, aufgezeichnet von Peter Pelinka, Ecowin-Verlag, Salzburg 2015, ISBN 978-3-7110-0068-2
  • Einspruch: Der Zustand der Republik und wie sie noch zu retten ist, gemeinsam mit Josef Moser, Edition a, Wien 2016, ISBN 978-3-99001-200-0

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liselotte Palme: Androsch. Ein Leben zwischen Geld und Macht. Wien 1999.
  • Barbara Liegl, Anton Pelinka: Chronos und Ödipus: Der Kreisky-Androsch-Konflikt. Braumüller, Wien 2004, ISBN 3-7003-1476-0.
  • Christian Dickinger: Der Kreisky-Androsch-Konflikt. Saarbrücken 2010.
  • Vereinsregisterauszug des Vereines "Bildungsinitiative für die Zukunft", ZVR-Zahl 893139934 abgerufen am 3. November 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hannes Androsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek
  2. a b c Die Presse: Die Welt bis gestern: Androsch: Mit ihm verlor Kreisky sein Glück, 11. April 2008. Abgerufen am 6. Dezember 2009.
  3. News.at, 17. April 2018: SPÖ-Kronprinz, Industriekapitän, Fabelwesen - Hannes Androsch wird 80, abgerufen am 24. Juli 2018
  4. Leider nein, Bericht im deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel, Nr. 4 / 1988, vom 25. Jänner 1988
  5. Ministerinnen Bures und Karl gratulieren neuem Vorsitzteam des Forschungsrates. In: BMWF. 21. Oktober 2010, abgerufen am 5. November 2010.
  6. Der Standard (12. Juli 2006): "Von mir aus auch mit Schwimmbad", Abgerufen am 2. September 2014
  7. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  8. http://www.androsch.com/media/news/1409_20080628_oberstzeitung_ehrenb%C3%BCrger.pdf
  9. TU Wien: Ehrensenatoren. Abgerufen am 28. Februar 2016.

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