FORVM » AutorInnen

Franz Nemschak

Beiträge

Franz Nemschak

Planung ist nicht Bolschewismus

No. 128
August
1964

Franz Nemschak

... um Europa zu gewinnen ...

Ein Konzept für Österreichs Wirtschaft (II)
No. 112
April
1963

Mittels eines Aufsatzes im vorigen Heft hatte Prof. Franz Nemschak, Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, unentwegter Nonkonformist und daher ebenso unentwegter FORVM-Autor, der heimischen Wirtschaft die Diagnose gestellt. Hier folgt die von ihm vorgeschlagene Therapie. (...)

Franz Nemschak

Ein Konzept für Österreichs Wirtschaft

No. 111
März
1963

Franz Nemschak

Sorge um Österreichs Integration

No. 109
Januar
1963

Prof. Franz Nemschak, Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und einer der ganz wenigen unabhängigen Köpfe in unsrem Land, hat durch einen Vortrag vor dem IV. Bundeskongreß des Österreichischen Gewerkschaftsbundes am 24. September 1959 die Debatte über Österreichs Verhältnis (...)

Franz Nemschak

Koexistenz ist keine Existenzgrundlage

Eine Antwort an Bruno Kreisky
No. 99
März
1962

Es sei nur gut, wenn viele Meinungen zu hören seien, denn nur auf diese Weise könne man über alle Aspekte der Außenpolitik ins Reine kommen. In diesem Sinn ließ sich kürzlich Außenminister Dr. Kreisky vernehmen. Das FORVM hat einen solchen Standpunkt seit je vertreten: vgl. Willi Birkelbach: Was ist (...)

Franz Nemschak bei Wikipedia

Franz Nemschak (* 27. Juli 1907 in Graz; † 17. März 1992 in Wien) war ein österreichischer Wirtschaftsforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nemschak war der Sohn einer Arbeiterfamilie. Sein Vater war in den Puch-Werken beschäftigt. Nemschak studierte Rechts- und Staatswissenschaften (Doktorat 1931) und arbeitete 1926–33 als Werkstudent bei Kastner & Öhler. Er schloss sich in jungen Jahren der Sozialdemokratie an und, nach deren Niederlage im Februaraufstand 1934 der kommunistischen Bewegung. Im Zuge des Srategiewechsels der KPÖ vom Boykott der Institutionen und Organisationen des „Ständestaates“ ab zum Versuch von dessen Unterwanderung betätigte sich Nemschak gemeinsam mit Herbert Eichholzer und Axl Leskoschek in der Sozialen Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Front; insbesondere in den Wochen und Tagen vor dem „Anschluss“ versuchten sie alles zur Verteidigung der Unabhängigkeit Österreichs zu tun und leisteten Propagandaarbeit für die nicht mehr zustande gekommene Schuschnigg-Volksbefragung am 13. März 1938.[1] Nach der Besetzung Österreichs floh Nemschak mit Eichholzer und Leskoschek über Triest nach Paris, kehrte aber später wieder in seine Heimat zurück. Während des Krieges galt er als politisch unzuverlässig und frontdienstuntauglich.

Zu Kriegsende gelang es ihm, das in den Bombentrümmern der Wiener Börse begrabene Institut für Konjunkturforschung, mit dem er schon vorher in Verbindung gestanden war, wieder funktionsfähig zu machen. Nemschak gelang es auch, die Unterstützung der neuen Staatsregierung und der wieder errichteten wirtschaftspolitischen Verbände zu gewinnen und benannte es Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. Ungeachtet seiner zunächst gegebenen Nähe zur KPÖ und dem Ende ihrer Regierungsbeteiligung (1947) war Nemschak in der Periode des Marshall-Plans auch im Rahmen des ERP-Büros mit der Analyse der Produktionsstrukturen und der Investitionsprogramme beschäftigt. Er produzierte auch Studien, welche die von den Kommunisten abgelehnten Preis- und Lohnabkommen und die Eindämmung der Nachkriegsinflation der österreichischen Währung ermöglichten. Nemschak zeigte sich zudem offen für moderne Verfahren der Makroökonomie wie die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Zu Nemschaks engsten Mitarbeitern gehörten sein späterer Stellvertreter und Nachfolger Hans Seidel, weiters Stephan Koren, Kurt Rothschild und Josef Steindl. Auch Eduard März war nach seiner Rückkehr aus den USA Mitarbeiter von Nemschak. Vor und während des Prager Frühlings profilierte sich Nemschak als Verfechter tiefgreifenden Reformen in Osteuropa und als Protektor dort in diesem Sinn wirkender Wissenschaftler. Nach dem Ende seiner Funktion als Leiter des Wirtschaftforschungsinstituts (1972) baute Nemschak das einschlägige Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche auf, das er 1973 bis 1978 leitete, das sich vor allem der Osteuropaforschung widmete. Franz Nemschak erhielt 1959 in Würdigung seiner Verdienste den Berufstitel Professor und hohe staatliche Auszeichnungen.[2] Unter der Herausgeberschaft von Friedrich Levcik wurde Nemschak 1978 die Festschrift: International Economics - Comparisons and Interdependences. Internationale Wirtschaft - Vergleiche und Interdependenzen gewidmet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • gem. mit Manfred Mautner Markhof (Hg): 40 Jahre Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung 1927 - 1967
  • Zehn Jahre österreichische Wirtschaft. Wien 1955
  • Für ein industriepolitisches Konzept Österreichs Wien 1970
  • Österreichs Wirtschaft in den 60er und 70er Jahren : Rückschau u. Ausblick, Wien 1970

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Neugebauer (DOEW): Vortrag über Herbert Eichholzer. Webdokument (Memento des Originals vom 20. Dezember 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.doew.at
  2. Quelle:WIFO Monatsberichte 8/1987 S. 491, sowie WIFO-Monatsberichte, 4/1992 , S. 147.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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